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Album der Woche: James Blake & Lil Yachty – Bad Cameo

Posted in: Album der Woche

Es ist mit Sicherheit schon jetzt eines der am meisten diskutierten Projekte des Jahres: „Bad Cameo“ von James Blake und Lil Yachty. Eine Zusammenarbeit, die vor nicht allzu langer Zeit noch nicht auf unserem 2024-Bingo gestanden hätte. Schließlich stammen die beiden Interpreten aus gänzlich verschiedenen Welten: Auf der einen Seite James Blake, der in den frühen 2010ern mit seiner neuartigen Fusion aus elektronischer Clubmusik wie Dubstep und Garage mit emotionalen Pop-Balladen auf sich aufmerksam gemacht hat. Auf der anderen Lil Yachty, der als Sprössling der Soundcloud-Rap-Szene erst verspottet und dann abgefeiert wurde. Vor allem sein ambitioniertes Psychedelic-Pop-Album „Let’s start here.“ Aus dem letzten Jahr dürfte ihm nochmal den Respekt von einigen Skeptiker:innen eingebracht haben und stellt vielleicht neben seinen kürzlichen Features mit Artists wie Fred again.., Overmono oder Faye Webster die Brücke in die Welt von James Blake dar.

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Das gemeinsame Projekt „Bad Cameo“ will das beste aus beiden Welten darstellen: Yachty Autotune-Vibrato trifft auf die subtile, detaillierte Produktion von James Blake. Das sorgt für viele spannende Momente, dürfte aber auch nicht für jede:n zugänglich sein. Manche der gemeinsamen Sound-Experimente sind mit ihren Ambient-Texturen und anspruchsvollen Song-Strukturen schlicht überfordernd oder verlieren sich irgendwo auf ihrer teils ziemlich happigen Spielzeit.

Trotzdem ist „Bad Cameo“ ein stimmiges und wichtiges Album, das den Katalog von Lil Yachty und James Blake spürbar erweitert. Und auch für andere Artists dürfte das Projekt ein wichtiges Signal darstellen: Wenn man sich nicht von Genre-Grenzen einschüchtern lässt und jenseits seines eigenen Tellerrands auf die Suche geht, stehen die Chancen gut, dass man einen aufregenden neuen Horizont eröffnet.

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