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Empfehlung des Tages: A9 – Sirens

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Der Düsseldorfer Rapper Nikan fand den Anfang seines musikalischen Werdegangs als autodidaktischer Beatmake. Nach zwei Jahren des Produzieren entschloss er sich dann dazu, das Rappen auf seinen eigenen Beats auszuprobieren. Das war 2019. Fünf Jahre später kann er auf etliche Singles und EPs zurückblicken und seit letztem Jahr auch auf sein Debütalbum „Bittersüss“. In seinen bisherigen Produktionen fühlte er sich dabei besonders vom britischen Grime der 2000er inspiriert. Vor allem die elektronischen Komponenten dieses Hybrid-Genres, die beeinflusst durch Musikstile wie Jungle und Garage sind, haben es dem aufstrebenden Rapper angetan.

Als A9 nimmt Nikan nun ein neues Künslter-Alter-Ego an, unter dessen Mantel sich der Anfang-Zwanzigjährige seinem Elektro-Faible als Produzent und DJ voll und ganz widmen kann. A9s erste Single „Sirens“ zollt mit ihrem Drum’n’Bass-Beat und namengebenden Sample direkten Respekt an Nikans Idole der Szene.

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„Run when you hear the sirens comin!“

Als Übergang hat Nikan auf seiner letzten EP „Voyage“ schon einen Track als A9 produziert. Auf „Paris“ treffen scharfe Synth-Einspieler dabei auf einen dezenten Drill-Beat und gezupfte Geigen. A9s Debüt „Sirens“ erinnert hingegen stark an die Musik von angesagten DJs und Elektro-Producern wie Overmono, Bicep, Skin On Skin und allen voran natürlich Fred again… Atmosphärische Synths werden von Nikan mit einem kühlen Drum’n’Bass-Beat gepaart und mit einem Sample aus Dizzee Rascals Grime-Klassiker „Sirens“ versehen.

Der Rapper aus London gilt bis heute als einer der Pioniere und wichtigsten Vertreter des Grime-Genres. Seine Line „Run when you hear the sirens comin‘“ ist außerdem eine Phrase, die von vielen, vor allem Londoner Künstler:innen, in ihre Musik eingebaut wird. In den letzten Jahren ist der Satz besonders in Kreisen des britischen Alternative R&Bs prominent benutzt worden, als die Londoner Sängerin Jorja Smith ihn in ihrer Durchbruch-Single „Blue Lights“ inkorporierte. Eine Verbindung, die wiederum eine weitere, potentielle Connection zu Nikans Inspiration und Liebe für die britische Musik darstellt – schließlich hat er der Sängeirn 2020 schon seine Single „Jorja“ gewidmet.

Unsere Songempfehlungen in einer Playlist:

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