Empfehlung des Tages: Fiora – Brauchst mich nicht
Die junge Singer-Songwriterin Fiora findet in ihrer Schulzeit durch ihre Liebe zum Theater zur Musik. Kurzerhand lernt sie Klavierspielen und bringt sich mit ihrem nächsten Weihnachtsgeschenk das Gitarrespielen selber bei. Das Studium führt sie dann nach Göttingen, wo sich ihr Drang auf Bühnen zu stehen nach einem Impromptu Auftritt für sie nochmal bestätigt.
Also beginnt Fiora ihre eigenen Lieder zu schreiben und entscheidet sich nach Berlin zu ziehen, um ihren Traum vom Musikmachen in die Realität umzusetzen. Mit ihrer Musik zielt die Newcomerin dabei darauf ab, sich ihren eigenen Platz in der deutschem Popwelt zwischen Indie- und Bedroom-Pop zu schaffen. „Brauchst mich nicht“ ist mittlerweile ihre dritte Single.
Sanfte Stärke und offene Verletzlichkeit
Mit ihren ersten beiden Singles „Fahrrad“ und „Viertel nach vier“ machte Fiora klar: In ihrer Musik legt sie einen großen Wert auf Sanftheit und Verletzlichkeit. Zu weichen Klavierklängen beschreibt ihre hauchfeine Stimme in diesen Songs, wie schwer es ist, emotionale Hürden zu überwinden, wenn man Personen die eigenen Gefühle offenbart. In „Fahrrad“ und „Viertel nach vier“ bleiben die Protagonist:innen in ihrer Komfortzone. „Brauchst mich nicht“ hingegen widmet sich in seiner Geschichte konkret der befreienden Kraft, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.
Besonders, wenn man zum Beispiel geghostet wird. Denn Fiora singt hier mit sanfter Stärke über eine Person, die sich nicht mehr bei ihr meldet: „Ich schau zurück, du nach vorn / Hab mich in uns längst verlor’n / Denkst nur an dich und ich auch /Ich frag mich ob du mich brauchst“. Aber sie will die Person auch nicht zwingen, wieder zu ihr kommen. Stattdessen erklärt Fiora: „Man sagt immer: Keine Antwort ist auch eine Antwort. Ich finde, es ist die Antwort, die am meisten weh tut. „Brauchst mich nicht“ war mein Versuch, mich selbst zu befreien von alten Nachrichten aus Septembernächten, von langen Blicken, sanften Umarmungen und der schmerzhaft hartnäckigen Hoffnung, dass es irgendwann vielleicht doch noch etwas werden könnte“.
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