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MS Dockville

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Das MS Dockville Festival für Kunst und Musik in Hamburg komplettiert mit Acts wie Makko, Alice Phoebe Lou und Anda Morts ihr Lineup für die diesjährige Ausgabe. Damit zeigt das Festival, dass sie nicht nur genre-technisch ein großes Angebot bieten sondern auch eine Mischung aus großen etablierten Artists und kleineren Newcomer:innen gut hinbekommen.

Extravagante Artists für die Mainstage

Und wo wir schon bei etabliert sind, da liegt die Band Jeremias nicht weit. Mit ihrem zweiten Album „Von Wind und Anonymität“, das im Spätsommer 2023 erschienen ist, konnten sie ihren Erfolg fortführen und begeistern mit Songs wie „Unique“ oder „Grüne Augen“ sowohl auf Platte als auch live ihre Fans.

Die zweite Bandwelle steht dem in nichts nach. Die US-amerikanische Künstlerin Ashnikko überzeugt mit Elementen von Hyper-Pop und Hip-Hop und sticht mit ausgeklügelten Looks und großem Selbstbewusstsein hervor. Eine fette Party ist mit ihren Songs und ihrer Performance auf jeden Fall vorprogrammiert.

Von Bilderbuch müssen wir euch hoffentlich gar nicht mehr überzeugen. Die Österreicher sind bekannt für ihren schillernden Indie-Pop, ihr extravagantes Auftreten und aufwendige Bühnenbilder. Mit Hits wie „Maschin“, der dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum feiert, oder „Nahuel Huapi“ von ihrem letzten Album, beweisen die Musiker immer wieder ihren Sinn für pointierte Texte und eigenwillige, aber eingängige Melodien.

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Indie mit Blumengarten und My Ugly Clementine

Im Indie-Sektor liefert die neuen Line-Up-Welle mit Blumengarten einen Act, der sich im letzten Jahr mit einem steilen Aufstieg in die Herzen deutscher Musik-Fans gesungen hat. Das Duo aus Velbert hat sein musikalisches Portfolio 2023 mit Features mit Cro, 01099, Longus Mongus oder aber auch Paula Hartmann ausgeschmückt. Und dabei schaffen die Beiden es immer wieder eigentliche Hip-Hop Artists aus ihrer Comfortzone und in ruhigere, weichere Soundwelten zu locken.

Auch das österreichische Trio My Ugly Clementine legt live eine Show hin, die zu gleichen Teilen mitreißend und beeindruckend ist. Schon auf ihrer ersten Platte „Vitamine C“ tummeln sich einige Indie-Banger, zu denen man mitsingen und tanzen kann. Ihr zweites Album „The Good Life“ hat durch seine stärkeren Grunge-Einflüsse umso mehr Potential, sich beim MS Dockville in den ein oder anderen kleinen Moshpit zu schmeißen.

Newcomer:innen wie Uche Yara und Tränen

Wo wir gerade schon bei Duos waren – auch Tränen setzen sich aus zwei Musiker:innen zusammen. Steffen Israel und Gwen Dolyn haben sich im letzten Jahr zur Indie-Kapelle Tränen zusammengeschlossen und bringen bissige Texten mit NNDW-Einfluss zusammen. Dabei kommt ein Sound heraus, bei dem man die Füße einfach nicht still halten kann.

Uche Yara hat diesen Sommer bereits auf einigen Festivals und als Support von Acts wie Bilderbuch oder Parcels gespielt, dabei erschien ihre erste offizielle Single „www she hot“ erst im September. Die ebenfalls aus Österreich stammende Musikerin vereint in sich ein großes Talent. Nicht nur schreibt und produziert sie ihre Musik, sie spielt auch noch eine Handvoll Instrumente und trägt mindestens genauso viele Stimmen in sich.

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Elektronische Beats und spannende Rap-Acts

Das MS Dockville ist aber kein reines Indiefestival, sondern kann auch in anderen Genres überzeugen. Mit MCR-T kündigt die zweite Bandwelle einen DJ aus Berlin an, der mit Tracks wie „My Barn My Rules“ die Techno-Floors deutscher Clubs zum Glühen bringt.

Auch für Hip-Hop Fans wird genug geboten: Bisher wäre da die Berliner Rapperin Wa22ermann oder Disastar, der in Hamburg quasi Heimspiel hat. Und eins ist klar – das Line-Up ist noch längst nicht vollständig. Wir sind also in freudiger Erwartung, was da noch kommt.

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