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Stadt ohne Meer Festival Köln

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Nachdem das Stadt ohne Meer Festival diesen Sommer sein fünftes Jubiläum feierte, weiten die Gründer Jonas Schubert, Moritz Rech und Raffael Kühle den Spaß nun weiter aus. Die drei sind im normalen Leben die Mitglieder der Band OK KID – zusammen sind sie in Gießen aufgewachsen und haben sich deswegen ihre Heimat als Austragungsstätte ihres Festivals ausgesucht. Jetzt nehmen sie sich ihre Wahlheimat Köln vor: Das Stadt ohne Meer-Festival findet am 10. August nun also auch in Köln statt. Die drei zeigen mit den Artists, dass man sich, wie auch schon beim Mutter-Festival, auf gute Acts einstellen kann. Jetzt wurde auch als Special Guest noch OK Kid selbst angekündigt. Neben dem Auftritt auf dem Zwillingsfestival in Gießen wird es die letzte Show der Band vor einer wohlverdienten Pause sein.

Erste Bandwelle

Da hätten wir zum Beispiel den Berliner Rapper Apsilon. Seine Art zu texten führte dazu, dass er schnell in die „woke Berlin-Rapper“-Schublade gesteckt wurde. Dass diese Schublade ihm nicht lange gerecht werden würde, war zu erwarten, aber spätestens jetzt ist es offensichtlich. Seinen Wachstum als Künstler kann man auf mittlerweile drei EPs sowie einer Vielzahl von Singles beobachten, die inzwischen eine beachtliche Bandbreite an verschiedenen Styles und Einflüssen abbilden. Vor allem neuere Songs, wie „Baba“ zeigen, dass er sich auch in melodischeren Sphären wohlf ühlt und er mit diesem Sound nicht nur bei seinen Fans gut ankommt. Der Song, in dem er das Verhältnis zu seinem Vater thematisiert, hat nämlich ordentlich Wellen geschlagen – auch über die Hip-Hop Bubble hinaus.

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Wer sich jetzt denkt hm, „Rap ist nicht so meins“ – keine Sorge. Abhilfe schafft da vielleicht das Duo Tränen. Bestehend aus Sängerin Gwen Dolyn und dem Gitarristen Steffen Israel. Mit dem Kracher „Stures Dummes Herz“ haben sie sich Mitte des Jahres in unsere Neue Deutsche Welle-Herzen gespielt und einen Song geliefert, zu dem man gleichzeitig schreien, weinen und tanzen möchte. Nun erschien ihr Debüt „Haare eines Hundes“, das uns auf Albumlänge Songs liefert zum Abgehen.

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Außerdem fährt das Stadt ohne Meer Festivals mit einer der größten Indie-Bands auf, die wir in Deutschland gerade so zu bieten haben: Jeremias. Spätestens mit ihrem 2021 erschienenen Debütalbum „Golden Hour“ haben die vier Musiker aus Hannover sich einen Platz an der Spitze der deutschen Indie-Pop-Szene erspielt. Mit ihrem zweiten Album „Von Wind und Anonymität“, das im Spätsommer 2023 erschienen ist, konnten sie ihren Erfolg fortführen und begeistern mit Songs wie „Unique“ oder „Grüne Augen“ sowohl auf Platte als auch live ihre Fans.

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Zweite Bandwelle

Anfang Februar announced das Festival drei weitere Acts, die den 10. August versüßen werden. Mit Paula Hartmann und Elimako betreten zwei FLINTA*-Artists die Bühne, die kein Blatt vor den Mund nehmen und die deutsche Musiklandschaft bereichern. Der dritte Act löst mit seinen Songs oft ein inneres Blumenpflücken aus und bringt nach einem schwitzigen Auftritt unter der Mittagssonne bei der Jubiläumsausgabe des SOM’s im letzten Jahr, nun die warmen Gefühle mit nach Köln. Das Duo Blumengarten hat sich mit Tracks, die zum Beispiel CRO und 01099 featuren, zu einer festen Größe in der deutschen Indieszene entwickelt.

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Nachdem Paula Hartmann in letzten Jahr mit ihrem ersten Studioalbum „Nie Verliebt“ durch die Republik getourt ist, erwartet Fans im April bereits die zweite Platte. Im Rahmen des neuen Albums veröffentlichte die Musikerin vor kurzem den Track „sag was“, auf dem der Rapper t-low gefeatured wird. Nicht alle standen dieser Kooperation positiv gegenüber. Doch auch hier bleibt die Künstlerin standhaft und steht zu ihren musikalischen Entscheidungen. Das erwartet Fans auch bei ihren Konzerten – starke, kompromisslose Auftritte, die vor Energie strotzen.

Elimako ist mit 15.000 monatlichen Spotify-Hörer:innen der Underdog der zweiten Bandwelle. Das liegt jedoch auf keinen Fall an ihrer Musik. Die Musikerin beweist immer wieder, dass sie sich mit Feingefühl und ganz besonderer Finesse an ihre Tracks wagt. Nachdem man Elimako einmal live gesehen hat, führt kein Weg mehr an den melodischen Stücken der Singer-Songwriterin vorbei.

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Blumengarten sind seit ihrer Achterbahnfahrt in Richtung Deutschpop-Firmament im letzten Jahr nicht mehr aus dem Sound der deutschen Indie-Landschaft wegzudenken. Mit der besonderen Stimme des Sängers und den pointierten Gitarrensounds, schließen die zwei Jungs aus Velbert eine Lücke, die einem vorher gar nicht bewusst gewesen war. Ihre erste Headliner Tour in 2023 war restlos ausverkauft und auch für die neuen Termine werden die Tickets bereits knapp. Wer auch dieses Mal leer ausgeht, hat zum Glück noch die Chance im August zum Stadt ohne Meer zu kommen.

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Das Festival findet am Tanzbrunnen in Köln statt. Also Sommerbrise, gute Musik und ein Kölsch in der Hand – wer kann dazu denn eigentlich schon Nein sagen?

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