10 Songs, die dich durch die Karnevalszeit bringen
Ab heute bis Aschermittwoch gibt es – zumindest für die Karnevalist:innen unter uns – eine kurze kunterbunte Pause vom Winterblues: Die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür! Damit ihr an Weiberdonnerstag, Rosenmontag und Co. so richtig auf eure Kosten kommt, haben wir euch einen Soundtrack für den perfekten Karnevalstag zusammengestellt.
Ritter Lean – Outfit Check
Es ist Karneval, natürlich wollen wir eure Outfits sehen! „Outfit Check” von Ritter Lean ist der perfekte Song zum morgendlichen Fertigmachen. Dazu das erste Getränk und natürlich ein Fit-Check. „Spieglein, Spieglein an der Wand / Bin ich arrogant? / Oder warum ist mein Fit heute wieder so krank?“ Das Gute an Karneval ist ja, dass sich niemand so richtig ernst nimmt und es nur darum geht, maximal viel Spaß zu haben. Ritter Lean hat dieses Mindset auf jeden Fall komplett durchgespielt und passt damit perfekt auf die Karnevalsplaylist.
Zartmann – Tau mich auf
Wir machen uns auf den Weg zur Party und hören dabei Zartmann. Auf dem Weg treffen wir Bienen, Sonnenblumen und Matros:innen, alle auf dem Weg zum Feiern. Es liegt ein bisschen Frühling in der Luft, Klausuren und Arbeitsstress sind vergessen und die Vorfreude auf den Tag steigt. Es läuft: „Was für ein verrücktes Leben, ich renn‘ von Tag zu Tag / Muss aufpassen, nicht hinzufall’n”. Irgendwie lässt sich das auch auf sechs Tage Karneval übertragen. Der Weg dauert natürlich länger als erwartet, die Stadt ist voll. Zum Glück macht „Tau mich auf” auch nach dreimal hören noch Spaß; das Lied kann man locker auf Dauerschleife laufen lassen.
Helene Fischer, Florian Silbereisen – Schau mal herein
Wir kommen zur Party rein und natürlich gibt es erstmal „die Tasse Kaffee / und auch das Glas Wein“ mit Helene Fischer und Florian Silberereisen. Wir führen Smalltalk und Gespräche ohne Tiefe, haben damit aber sehr viel Spaß. „Schau mal herein“ klingt beim ersten Mal genau so: nach Schlager ohne tiefe Bedeutung. Schaut man genauer herein, merkt man, dass es im Song doch um mehr als Kaffee und Wein geht. Eigentlich geht es um zerflossene Liebe und den Versuch eine Freundschaft aufrecht zu erhalten. Vielleicht trefft ihr auf der Karnevalsparty ja eine zerflossene Liebe? Ganz ehrlich: Am besten dreht ihr den Song laut auf, geht tanzen und kommt nicht auf blöde Ideen.
Chappell Roan – Hot To Go!
Wenn ihr doch auf blöde Ideen kommt oder einfach richtig Bock habt zu flirten: Wir haben den perfekten Song für euch! Ihr macht einfach „Hot To Go!“ von Chappell Roan an und lasst den Text für euch sprechen. „I could be the one, or your new addiction / It’s all in my head but I want non-fiction.” Ihr könnt der anderen Personen auch noch den „Hot To Go!“-Tanz beibringen. H-O-T-T-O-G-O schreibt ihr mit euren Armen und Green Flag, wenn die Person sich darauf einlässt. Und wenn nicht, tanzt ihr halt allein zu Chappell Roan.
Ikkimel – Unisexklo
Ihr habt vielleicht ein bisschen zusammen getanzt, euch ein paar Blicke zugeworfen, ein bisschen geflirtet. Das nächste was ihr hört ist: „Treffpunkt ist das Unisex-Klo“. Oder halt die WG-Toilette. Egal, ob Ex, Nachbarin oder Kommilitone im Bienen-Kostüm – we listen and we don’t judge. Und auch ohne Flirt, Ikkimel passt auf jede Party. Sie provoziert, sie ist laut, sie macht gute Laune. Drei Eigenschaften, die komplett zu Karneval passen. Aber macht euch darauf gefasst, dass nicht jeder mit ihren expliziten Texten umgehen kann.
Culcha Candela – Hamma!
Spätestens jetzt ist es Zeit den Flirt wieder loszuwerden, damit ihr mit euren Freund:innen tanzen könnt. Ihr wollt ja wahrscheinlich nicht den ganzen Tag mit der Person verbringen, also braucht ihr einen Song, der alle auf die Tanzfläche zieht. Es ist Zeit für „Hamma!“ von Culcha Candela. Dieses Lied ist ein Party Evergreen, er kann dreimal hintereinander laufen und wird trotzdem durchgefeiert. Und es ist der perfekte Song um jemanden auf der Party aus dem Weg zu gehen. „Ich kämpf mein’n Weg durch zu dir / Denn ich weiß, ich will nur zu dir / Doch als ich dann da war, du und dein Sekt (oh Shit) / Ihr wart schon weg„.
The Killers – Mr. Brightside
Genau wie „Hamma!“, muss auch „Mr. Brightside“ von The Killers auf jeder Party mindestens einmal laufen. Meistens dann, wenn der Abend fortgeschritten und der Pegel gestiegen ist. Es ist dieser eine Song, den kaum jemand alleine hört, aber bei dem sich jeder freut, wenn er läuft. Irgendwie weiß man nicht, wann man ihn das erste Mal gehört hat, er war einfach immer da. Zu mindestens für die jüngere Generation. Man weiß auch nicht, wann man den Text gelernt hat, aber kann ihn mitsingen und dabei all seinen Emotionen freien Lauf lassen, der Song reißt einen einfach mit.
Oimara – Wackelkontakt
Inzwischen ist die Party schon so weit fortgeschritten, dass die Ansprüche an die Inhalte der Musik sinken. Eine Person ist als Lampe aus den Siebzigern verkleidet und hat “Wackelkontakt” in die Warteschlange getan. Egal wie stumpf der Text ist, das Lied reißt einen komplett mit und man hat noch Stunden später einen Ohrwurm. Egal auf welcher Karnevalsparty ihr dieses Lied spielt, der Großteil wird mitsingen können. Und die, die das Lied nicht kennen, können es spätestens nach dem ersten Refrain. Das macht jeden perfekten Karnevalssong aus, „Gleichstrom, Wechselstrom, Highway to Hell“!
AnnenMayKantereit – Tommi
Diesen Song kann man nicht auslassen. Irgendwann hat jede Party einen emotionalen Höhepunkt, spätestens wenn „Tommi“ von AnnenMayKantereit läuft, alle sich in den Armen liegen und mitschunkeln. Es ist wohl DER Karnevalssong, der eigentlich kein Karnevalssong ist. Zumindest für alle Kölner:innen. Karneval bedeutet zusammen feiern und Liebe teilen und zu keinem Song geht das besser als zu „Tommi“. Es kann schonmal passieren, dass man zwischen zwei wildfremden Menschen steht, „Tommi“ läuft und man danach eine richtige Beziehung zu diesen Personen aufgebaut hat. Vielleicht muss man manchmal selber ein bisschen drüber lachen, aber jeder der schonmal Karneval in Köln gefeiert hat, wird sich an seinen „Tommi“-Moment erinnern.
PaulWetz, Juli – Geile Zeit
Wir sind auf dem Weg nach Hause, vielleicht ist es auch schon das Ende der Karnevalszeit. Es läuft „Geile Zeit“ von Juli, am besten die Version mit PaulWetz. Die perfekte Mischung aus Nostalgie und Popmusik mit der man die letzten Tage nochmal Revue passieren lassen kann. Man ist dankbar für seine Freund:innen, Karneval und besonders für die Stadtreinigung, die dabei ist, das Chaos zu beseitigen. Irgendwie ist man froh, dass es vorbei ist und man sich wieder seinem Alltag widmen kann. Man ist aber auch traurig, dass man wieder arbeiten oder zu Uni gehen muss und nicht mehr jeden Tag mit seinen Freunden feiern kann. „Ja, ich weiß, es war ’ne geile Zeit / Uns war kein Weg zu weit, du fehlst hier.“ Und gleichzeitig denkt man: Zum Glück ist der Sommer nicht mehr ewig weit weg.
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