1986zig hat keine Angst vor „Tränen“
Dass seine Texte Tiefgang haben, bewies 1986zig bereits in früheren Songs. So singt er zusammen mit Kontra K in „Keine Pause“ über das Leben im Block oder in „Mitternacht“ über eine schwierige Liebesbeziehung. Im neuen Song „Tränen“ hat der Mann hinter der Sturmmaske Angst, immer wieder denselben Fehler zu machen und damit zu zerstören, was er liebt.
1986zig – Tränen
„Immer dasselbe Muster / WhatsApp-Calls, schrei’n uns an, bis wer Schluss macht“, mit diesen Zeilen rechnet 1986zig mit seinen Zweifeln und dem Selbsthass ab und man merkt: Das Herz liegt bei ihm auf der Zunge. Gepaart mit seiner rauen und melodischen Stimme, die vor allem in seinen Akustik-Versionen besonders berührt, gehen Texte wie diese wirklich unter die Haut.
Im schwarz-weißen Musikvideo zu „Tränen“ begleiten wir den Rapper zu einsamen Orten vorm Block oder in der Stadt. Leere Straßen und traurige Blicke sind wiederkehrende Motive, so dass mehr als deutlich wird: 1986zig singt von keiner einfachen Phase.
Von TikTok zum Plattenvertrag
Die Karriere des namenlosen Künstlers begann auf Instagram und TikTok, wo er zunächst nur Cover-Songs veröffentlichte. Doch schon bald darauf folgte ein Plattenvertrag mit Universal, unter dem er nun seine selbstgeschriebenen Songs herausbringt.
Dennoch ist nicht viel ist über den Berliner Künstler bekannt, nur dass er gefühlvolle Texte schreibt und damit genau den Zeitgeist trifft. Denn 1986zig schrickt nicht zurück vor starken Emotionen: In seinen Texten steckt all die Verzweiflung und Ratlosigkeit, die uns vielleicht gerade jetzt in der anhaltenden Pandemie begleitet und mit seiner Musik gibt uns 1986zig ein Ventil und das Gefühl nicht allein mit all den Problemen zu sein.
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