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2015 war ein wildes Popjahr! Wir schauen auf die spannendsten Jubiläen

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Warte, was? 2015 ist einfach schon zehn Jahre her? Dabei fühlt es sich manchmal immernoch so an, als wäre diese Ära erst gestern gewesen. Die Zeit, in der die Mom-Jeans ihr Revival feierten, alle darüber diskutierten, ob das Kleid da im Internet jetzt schwarz-blau oder weiß-gold ist und Adele mit „Hello“ nach vier Jahren mit neuer Musik zurückkehrte. Eine Zeit, ohne TikTok und dafür mit einer gefüllten iTunes-Mediathek als Wertanlage. Die wichtigsten Momente und Trends aus der Musik- und Popkulturwelt dieser Ära haben wir in diesem Beitrag zusammengetragen.

Zayn Malik verlässt One Direction

Nach fünf gemeinsamen Jahren auf der Bühne verkündete One Direction-Mitglied Zayn Malik im März 2015 aus persönlichen Gründen seinen Ausstieg aus der Band. Ein harter Schock für alle Directioners! Doch die Unzufriedenheit des Sängers zeichnete sich schon Wochen vorher ab, als er Konzerte absagte, um sich in der britischen Heimat eine Auszeit zu nehmen. Während der Teilnahme an der britischen Castingshow „X Factor“ hatten sich Niall, Harry, Zayn, Louis und Liam zu einer Gruppe zusammengefunden und einen Plattenvertrag bei Sony Music ergattert.

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Mit der Veröffentlichung der ersten Single „What Makes You Beautiful“ sollte sich das Leben der fünf Jungs aber schlagartig ändern. Innerhalb kürzester Zeit schwappte der Hype um One Direction auf die ganze Welt über. Nach vier Alben, unzähligen Konzerten und fünf Jahren Bandgeschichte markierte Zayns Ausstieg dann jedoch den Anfang vom Ende: Mitte November erschien mit „Made In The A.M.“ das letzte Album der Band, die an der Platte nur noch als Quartett arbeitete. Ab März 2016 sollte dann eine einjährige Bandpause folgen, aus der One Direction – zur Enttäuschung ihrer Fans – jedoch nie mehr zurückkehrten. 

AnnenMayKantereit veröffentlichen ihre Debüt-EP

„Du hast mich angezogen, ausgezogen, großgezogen“: Worte, die 2015 ihren direkten Weg in alle Indie-Herzen Deutschlands gefunden haben. Alle redeten plötzlich vom Sänger mit der rauchigen, tiefen Stimme – Henning May, ein Viertel von dieser Band mit dem komplizierten Namen, AnnenMayKantereit. Der zitierte Song „Oft gefragt“ war der Durchbruch für das Kölner Quartett und sollte der Anfang einer großartigen Bandgeschichte sein. Rückblickend, vielleicht sogar der Beginn einer neuen Generation deutscher Indie-Bands, wenn man bedenkt das Gruppen wie Von Wegen Lisbeth, Giant Rooks oder ein wenig später Provinz oder Jeremias auf der Bildfläche auftauchen.

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Angefangen hat zumindest für AnnenMaykantereit alles mit der vor zehn Jahren erschienenen EP „Wird schon irgendwie gehen“, in der die Band schnell zeigt, wie weit man mit gesungener Verletzlichkeit kommt. So lautet bis heute das Patentrezept von AnnenMayKantereit – und hat der Gruppe von vier erfolgreichen Alben über ausverkauften Stadien bis hin zu der inoffizielle Köln-Hymne „Tommi“ einige Meilensteine beschert.

Drake wird zum ikonischen Meme

Die Worte „You used to call me on my cell phone“ reichen, um auch zehn Jahre nach der Veröffentlichung von „Hotline Bling“ noch Kopfkino auszulösen! Schuld daran, ist das ikonische Musikvideo von Drake aka dem Meme-Lieferanten des Jahres 2015. Vor einem minimalistischen Hintergrund, der sich alle paar Sekunden in eine neue Farbe des Regenbogens einfärbt, tanzt und perfomt Drake seinen Song „Hotline Bling“. Soweit so normal – doch die seltsamen Onkel-Dance Moves, die der Rapper auspackt, könnten legendärer kaum sein und gehen um die Welt. Die Internet-Community stützt sich auf den tanzenden Kanadier und montiert ihm alles in die Hände, was so geht. Das Ergebnis: Ein tanzender Drake, der Tennis spielt, mit Laserschwertern kämpft oder Salamistücke auf eine Pizza wirft. Auch das Drake-Reaction-Meme, dass wir aus diversen Instagram-Meme-Posts bis heute kennen, entsteht durch das „Hotline Bling“-Musikvideo. 

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Apple Music geht online

Im Juni 2015 geht Apple Music an den Start und sorgt erstmal für eine Menge Kritik. Technische Schwierigkeiten, eine unübersichtliche Bedienung und ein offener Brief von niemand geringerem als Taylor Swift. Der Grund ist aber nicht die komplizierte Benutzeroberfläche sondern, dass Musiker:innen im anfänglichen Gratiszeitraum von drei Monaten nicht für ihre Musik bezahlt werden sollten. In dem auf Tumblr veröffentlichten Brief schreibt sie dazu: „Wir bitten Sie nicht um kostenlose iPhones. Bitten Sie uns nicht darum, Ihnen unsere Musik ohne Gegenleistung zur Verfügung zu stellen“. Überraschend positiv reagierte Apple Music und lenkte ein.

„Schrei nach Liebe“ ist nach 22 Jahren wieder auf Platz eins der Single-Charts

Mit seiner „Aktion Arschloch“ sorgte der Musiklehrer Gerhard Torges 2015 dafür, dass der Song „Schrei nach Liebe“ von Die Ärzte 22 Jahre nach seinem Erscheinungsdatum auf Platz 1 der deutschen Singlecharts landete. Der Song richtet sich gegen Neonazis und sollte im Zuge des verstärkten Rechtsrucks ein Zeichen gegen Hass setzen. Auf Torges Website animierte er Menschen dazu, sich „Schrei nach Liebe“ zu kaufen, das Musikvideo im Loop laufen zu lassen und sich den Song bei Radiosendern zu wünschen. Auch Die Ärzte selbst reagierten positiv auf das Ganze: „Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool. Wenn es unser Lied sein soll, unterstützen wir das aber natürlich gern.“ So wurde aus der symbolträchtigen Bedeutung auch noch ein bisschen mehr, denn die Band und mehrere Streamingdienste spendeten den Erlös des Songs an ProAsyl. 

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Kanye will Präsident werden

Ist das wahr oder nur ein Fiebertraum? Diese Frage stellten sich vermutlich einige Zuschauer:innen am 30. August 2015, als sie die MTV Video Music Awards live aus Los Angeles im Fernsehen verfolgten. Der Grund: Kanye West. Bereits 2009 hatte der Rapper für Aufsehen bei den VMAs gesorgt, als er die Bühne stürmte, um Beyoncé den Preis für das beste Musikvideo einer Künstlerin zu überreichen, der jedoch eigentlich bereits an Taylor Swift übergeben worden war. 2015 erzeugte Kanye jedoch mit seiner Dankesrede für den Michael Jackson Video Vanguard Award publikumsübergreifendes Kopfschütteln. Am Ende seiner knapp 10-minütigen Rede schloss der Rapper nämlich mit der Ankündigung, 2020 für das Präsidentenamt zu kandidieren. Was viele zunächst als PR-Stunt abgetan hatten, entpuppte sich 2020 dann als Kanyes voller Ernst. Für den ersten Präsidentschaftsversuch erschien sein Name auf dem Stimmzettel für zwölf Staaten. Die Einreichungsfrist für die meisten anderen Staaten, hatte der Rapper aber dann leider irgendwie verpasst. 

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Die Gründung von Dat Adam

In futuristischer weißer Kleidung, mit medizinischen Gesichtsmasken (ja, genau die Masken die fünf Jahre später ein Comeback anderer Art haben würden) und einer Menge Autotune im Gepäck, erblickt Dat Adam das Licht der Welt. Auf einmal sind Taddl und Ardy keine YouTuber mehr, sondern Rapper. Zwar haben beide zuvor schon Solo-Musik veröffentlicht, aber jetzt machen sie wirklich Ernst: Sie stellen ihre Entertainment-Videos auf privat und gründen gemeinsam mit dem Produzenten Marley die Cloud-Rap-Formation Dat Adam. Im April 2015 veröffentlichen sie dann ihre Debüt-EP „Chrome“, auf der sie mit Autotune verzerrten Stimmen über Drogen, ihre Clique und ihren futuristischen Stil rappen. Gerade ihr Song „700 Main Street“ schlägt hohe Wellen. Lang hält es aber nicht mit den dreien: zwei EP’s und zwei Alben später lösen sich Dat Adam 2018 auf und die drei Musiker gehen getrennte Wege.

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Fifty Shades of Grey: „Hausfrauenp*rno“ auf der großen Leinwand

Zutritt erst ab 17 Jahren oder in Begleitung eines Erziehungsberechtigten – doch sind wir mal ehrlich: Wer würde sich dieses Spektakel freiwillig in Anwesenheit seienr Eltern geben? Pünktlich zum Valentinstag lief am 14. Februar 2015 die Romanverfilmung der SM-Romanze „Fifthy Shades of Grey“ in den Kinos an und wurde direkt zum Hit des Jahres hochstilisiert. Regisseurin Sam Taylor Johnson durfte außerdem den umsatzstärksten Film auf ihrem Konto verbuchen, der jemals von einer Frau gedreht wurde, auch wenn der Film in den Medien damals gern als„Hausfrauenp*rno“ betitelt wurde. Ebenfalls extrem erfolgreich: Der „Fifthy Shades of Grey“-Soundtrack! Ellie Goldings „Love Me Like You Do” kletterte in unzähligen Ländern an die Spitze der Charts und „Earned It” von The Weeknd durfte sich 2016 über eine Nominierung als „Bester Filmsong“ freuen. 

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