2023 erscheint das letzte Marsimoto-Album: „Noch einmal tanzen wir durch grünen Rauch“
Ganze vier Jahre ist es her, dass Deutschland zuletzt in grünen Rauch gehüllt wurde und Marterias Alien-Alter-Ego Marsimoto ein neues Album veröffentlichte. War ja auch viel los seitdem: Marteria spielte zum ersten Mal in „seinem“ Rostocker Ostseestadion, veröffentlichte ein gemeinsames Album mit Casper und zuletzt dann sein neues Solo-Album „5. Dimension“. Marsimoto bildete dabei stets die freudige Ablenkung, wenn er bei Marteria-Shows kurzerhand die Bühne übernahm und den „ganz normalen, grünen Wahnsinn“ zwischen flachen Kalauern, unzähligen Anspielungen und verrückten Geschichten abfeuerte.
Neues Album kommt 2023
Am vergangenen Sonntag spielte Marteria ein Konzert in der Berliner Waldbühne. Nicht nur kündigte er ein neues Ostseestadion-Konzert für den 2. September 2023 an, es gab auch eine Reihe von Gästen auf der Bühne. Neben Campino, Casper und Miss Platnum lieferte auch Marsimoto einen kleinen Gastauftritt ab – zumindest in Form eines Videos, das über die LED-Bildschirme auf der Bühne abgespielt wurde. Marsimoto erklärte dabei (wie zuletzt auch schon bei Rock am Ring und Rock im Park) über dramatischer Musik: „Noch einmal will ich mit euch fliegen. Wir lassen uns nicht unterkriegen. Noch einmal feiern wir zusammen. Aus jeder Stadt wird Amsterdam. Die grüne Maske mein Gesicht, uns Marsianer zieht es nur zum Licht. Noch einmal tanzen wir durch grünen Rauch, doch dann hör‘ ich für immer auf. Zwei-Null-Zwei-Drei – vier Zahlen für die Ewigkeit.“
2023 erscheint also das neue und gleichzeitig letzte Marsimoto-Album. Weitere Informationen zum Album gibt es noch nicht, doch der „Green Berliner“ wird sicherlich noch einmal alles in die Waagschale werfen.
Marsimoto – ein Marsianer auf Abwegen
Noch ein Jahr bevor Marteria 2007 mit „Base Ventura“ seinen Erstling veröffentlicht, sorgt sein außerirdischer Zwilling mit einem sehr eigenwilligen Debüt für Aufsehen. „Halloziehnation“ ist anders als die übrigen Deutschrap-Alben – gepitchte Stimme, verschrobener Humor und eine wahnwitzige Laufzeit von 30 Tracks verleihen der LP einen Sonderstatus in der Musiklandschaft. In der Folge entwickelt sich aus dem anfänglichen Spaßprojekt eine eigenständige Künstlerkarriere, die Fans wie Peter Fox oder Jan Delay zu sich zählt. Marteria bezeichnet „Marsimoto“ später gar als Türöffner für seine eigene Karriere. Längst ist klar – die ursprüngliche Hommage an Madlibs Alter Ego Quasimoto hat sich verselbstständigt und ist selbst etwas ganz Großes geworden. Zentrales Motiv in der Musik von Marsimoto ist natürlich das Kiffen, aber gerne schlüpft er auch mal in die Köpfe von Tieren und dreht dabei waghalsige Flowabfahrten und fröhnt seinem Faible für kreative Wortspiele.
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