2026 ist das neue 2016: Wir schauen auf die spannendsten Jubiläen!
„Mach‘ nen Bottle Flip!“ Diese Worte fielen im Jahr 2016 so häufig, dass es fast an ein Wunder grenzt, dass wir dafür erstmal in unseren Hinterköpfen kramen mussten. Aber zwischen der ersten Staffel von „Stranger Things“ und dem Chaos um das Serienfinale in diesem Jahr ist die Zeit einfach verflogen. Da haben wir Dinge wie das Ende des Hollywoodpaares Brangelina, den Dab, Fidget Spinner und eine Zeit ohne TikTok (!) einfach aus unserem Gedächtnis gestrichen. Inzwischen trennt uns eine ganze Dekade von diesen Ereignissen und damit auch dem Jahr, in dem Choker die Accessoire-Schubladen und Snapchat-Filter die Feeds dominierten. Zeit also, zurückzublicken und zu schauen, welche Momente und Trends aus der Musik- und Popkulturwelt uns (vielleicht sogar bis heute) geprägt haben.
Mannequin-Challenge
Bottles flippen, Mannequins nachahmen, 100 Schichten Nagellack übereinanderstapeln – 2016 war irgendwie auch das Jahr der Challenges. Mit Verblassen der Mutter aller viralen Herausforderungen, der Icebucket-Challenge, startete eine Welle von mal mehr, mal weniger banalen Trends, die es im Internet nachzuahmen galt. Eine der berühmtesten Exemplare, die 2016 geprägt haben, war wohl die Mannequin-Challenge, bei der es darum ging, eine vermeintlich lebhafte Alltagsszene einzufrieren und wie Schaufensterpuppen starr stehen zu bleiben. Ob Michelle Obama, Beyoncé, Taylor Swift oder die deutsche Fußballnationalmannschaft – alle haben sie Videos in eingefrorenen Szenen hochgeladen.
Wegweisende Alben
Jetzt heißt es stark sein, denn ja – es ist auch schon zehn Jahre her, dass ein paar der wegweisendsten Alben des 21. Jahrhunderts erschienen sind. Besonders schmerzhaft sind die Erinnerungen an „Blonde“ von Frank Ocean sowie „ANTI“ von Rihanna – beides Werke, die bis dato die letzten der Künstler:innen markieren. Besonders bei ersterem ist ein Comeback immer mal wieder heiß diskutiert – zuletzt bei seinem kontroversen Coachella-Auftritt im Jahr 2023, der leider frühzeitig abgebrochen wurde und keine neue Musik hervorbrachte. Weitere wichtige Alben und EPs, die 2026 ihr zehnjähriges Jubiläum feiern: „Lemonade“ von Beyoncé, „22, A Million“ von Bon Iver, „Das Goldene Album“ von Sido, „KITSCHKRIEG“ von Trettmann und KitschKrieg oder auch das Debütalbum „Alles nix konkretes“ von AnnenMayKantereit.
„Stranger Things“ Staffel 1: Der Beginn einer Ära
Wer hätte gedacht, dass die Veröffentlichung der ersten Staffel „Stranger Things“ im Juli 2016 einen derartigen Hype lostritt, dass zehn Jahre später zum großen Serien-Finale fast schon verschwörungsartige Fan-Theorien über mögliche alternative Enden, das Internet fluten? Ja, wir auch nicht. Aber nicht nur das! „Stranger Things“ löste 2016 auch eine ganz neue Begeisterung für die 80er-Jahre und vor allem ihre Musik aus. Bereits die erste Staffel holte Songs wie „Every Breath You Take“ von The Police oder „Should I Stay Or Should I Go“ von The Clash wieder ins allgemeine Bewusstsein. Seither feierten mit jeder neuen „Stranger Things“-Staffel neue 80s-Hits ihre zweite Blüte – bis heute!
Musiklegenden sterben
Auch wenn in 2016 viele schöne Dinge passiert sind, mussten wir uns vor zehn Jahren auch von einigen Musiklegenden verabschieden. Denn bereits am 10. Januar 2026 jährte sich der Todestag von David Bowie. Der britische Rock- und Popmusiker starb 2016 kurz nach der Veröffentlichung seines 25. Albums „Blackstar“, zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag. Nur wenige Monate später verloren Fans außerdem Mitte April den Musiker und Schauspieler Prince im Alter von 57 Jahren. Zum Ende des Jahres verstarb im Alter von 82 Jahren im November 2016 Leonard Cohen. Der Musiker und Dichter ist besonders bekannt für sein „Hallelujah“, welches mittlerweile zahlreich gecovert wurde. Besonders tragisch ist außerdem der Verlust von George Michael. Der 53-jährige Musiker verstarb im Dezember vor zehn Jahren. Bis heute stürmt George aber mit seinem Duo Wham! zur Weihnachtszeit immer wieder die Charts mit „Last Christmas“.
Leonardo DiCaprio bekommt endlich seinen Oscar
Die Oscars liefern jedes Jahr eine Menge an Entertainment. Während wir uns 2014 noch über das ikonische Oscar-Selfie mit Stars wie Bradley Cooper, Meryl Streep und mehr Schauspieler:innen amüsieren konnten, gab es nur zwei Jahre später wieder Grund zur Freude. Der Langzeit-Nominierte Leonardo DiCaprio gewann nach Jahren des Verlierens auch endlich seinen Academy Award in der Kategorie „Best Actor“ mit dem Film „The Revenant“. Denn im Laufe seiner Karriere war Leo bis zu seinem Gewinn bereits fünfmal nominiert, ging in den Jahren davor aber immer leer aus. 2016 war es dann aber endlich so weit und so fanden das ewige Mitfiebern und das Meme, dass DiCaprio immer vertröstet wurde, vor zehn Jahren ihr Ende. Weitere Filmhighlights in 2016 waren außerdem der Musicalfilm „La La Land“, das Drama „Moonlight“, „Captain America: Civil War“ aus dem MCU und der Animationsfilm „Zoomania“.
Funk wird als Jugendableger von ARD und ZDF geboren
Zwischen „Tagesschau“, „Usedom-Krimi“ und „Traumschiff“ haben ARD und ZDF vor zehn Jahren auch Platz für ein junges Format eingeräumt – der Jugendableger funk wurde geboren, der Inhalte von Wissen, Politik bis Unterhaltung und Popkultur an junge Menschen heranträgt. Die Beliebtheit von Funk wächst inzwischen seit zehn Jahren und erreicht alleine auf Instagram über 1,8 Millionen Nutzer:innen. Über die Jahre ist die Jugendspate gewachsen und produziert mittlerweile auch selbst Serien wie „Fleischwolf“.
Der Laberpodcast sprengt unsere Hörgewohnheiten
Am 15. Mai 2016 sind Jan Böhmermann und Olli Schulz nicht mehr „Sanft & Sorgfältig“, sondern offiziell „Fest & Flauschig“. Der Schritt von der öffentlich-rechtlichen Radiosendung ins private Streaming manifestiert die Goldgräberstimmung deutscher Laberpodcasts. Zehn Jahre später sind „Gemischtes Hack“, „Baywatch Berlin“, „Hotel Matze“, „Drinnies“, „Too Many Tabs“ und Co. nicht mehr aus unseren Feeds wegzudenken. Die Mischung aus Spontanität, Überraschung und ikonischen Rubriken sprengt unsere Hörgewohnheiten, verwischt die Distanz und holt uns direkt an den (Männer)-Stammtisch. Es entstehen Meme-Pages, die Live-Ausgaben füllen ganze Stadien und Videopodcasts stellen uns heute vor die Frage, ob es sie wirklich braucht.
Pokémon Go lädt zum Spazieren ein
Gleich zwei Jubiläen auf einmal: Denn dieses Jahr feiert Pokémon Go nicht nur seinen zehnten Geburtstag, sondern auch Pokémon selbst wird 30 Jahre alt. Lange Zeit ließ sich der Pokédex nur auf Konsolen vervollständigen, im Sommer 2016 dann aber auch endlich auf dem Smartphone. Plötzlich wurden Parks, Innenstädte und Rastplätze zu improvisierten Treffpunkten und der sonst so Öde Spaziergang zum Tagesgeschäft. Gleichzeitig brachte die App Augmented Reality in den Mainstream und schuf einen der seltenen Momente kollektiver Offline-Popkultur im digitalen Zeitalter. Dass ein Franchise, das 1996 auf dem Game Boy begann, drei Jahrzehnte später immer noch generationsübergreifend Massen mobilisiert, ist kein Zufall – Pokémon gilt heute als umsatzstärkstes Medien-Franchise der Welt, größer als Star Wars, Marvel oder Disney-Einzelmarken. Pokémon ist nicht einfach alt geworden, sondern hat sich dauerhaft in den Alltag eingeschrieben – als Spiel, Marke und globales Pop-Betriebssystem. Happy Birthday!
Das Zeitalter der Instagram-Stories beginnt
Heute kaum noch von Social-Media-Plattformen wegzudenken, wurden wir 2016 Zeug:innen eines technischen Fortschritts bei den sozialen Netzwerken. Denn vor genau zehn Jahren führte Instagram die Story-Funktion ein. Bis heute sind sie essentieller Bestandteil der Plattform. Während wir diese Anwendung lange nur beim Konkurrenten Snapchat nutzen konnten, zog Instagram in 2016 nach. Die Bilder und Videos, die nach 24 Stunden wieder verschwinden, haben über die Jahre natürlich auch immer wieder Updates bekommen, im Kern bleibt die Nutzung aber auch eine Dekade später gleich.
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