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5 Punchlines von Shindy, in denen er seinen Vornamen „Michael“ benutzt

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Hand auf’s Herz, Michael ist kein besonders ausgefallener Name, aber vielleicht tragen gerade deshalb so viele Ikonen aus aller Welt den biblischen Namen. Als Rapper sollte man den Namen jedoch dankbar annehmen, denn alleine durch den eigenen Vornamen ergibt sich ein Paradies aus Punchlines. Man kann von Shindy halten was man will, besonders bezüglich seines Konsumverhaltens und der allgegenwärtigen Frauenfeindlichkeit, aber was er alles mit seinem durchaus generischen Vornamen macht, ist erstaunlich. „Dreams“, Shindys Album aus dem Jahr 2016, ist zum Beispiel eine stilistische Abkürzung für „Die realität Michael Schindlers“. Warnung: Wer kein Fan von Formel-1 Legende Michael Schumacher ist, sollte jetzt schon aufhören zu lesen.

JFK

„Jackson, Jordan, Schindler, Schumacher/ Ich bin King, so wie Mufasa“ – (JFK)

Na gut, die Line ist ziemlich selbsterklärend, aber wir sind ja auch erst am Anfang unserer „Michael“-Reise . Erwähnenswert ist allerdings, wie spitzbübisch und selbstverständlich Shindy sich zwischen diesen Koryphäen ihres Fachs erwähnt.

Bang Bang (feat. Bushido)

„Sonny ist der Pate, Kay ist Fredo, ich bin Michael/ Ich war pretty Motherfucker schon als Siebtklässler“ – (Bang Bang)

Diese Line stammt aus der Zeit nach Kay Ones berüchtigten SternTV-Auftritt. Das damals verbreitete Bushido-Narrativ beschreibt Kay als den großen Verräter, Bushido selbst als den Paten Berlins und Shindy als den Hoffnungsschimmer tragenden Stern am Rap-Himmel. Dementsprechend passt die Line wie die Faust auf Francis Coppolas Auge.

Kudamm X Knesebeck

„Für mich Tramezzini, verschiedene Smoothies/ Ferrari, Ferrari, zu viele Schumis“ – (Kudamm x Knesebeck)

Konsumverherrlichung mal dahingestellt, Shindy hat aus der exzessiven Nennung teurer Luxusmarkennamen eine Kunst gemacht. Üblicherweise werden von ihm Luis V. und Co. jedoch mindestens mit Wortspielen und/oder doppeltem Punchline-Boden verbunden, also stehen die vielen „Schumis“ offensichtlich für die Copycat-Stümper, die denken mit stumpfem Namedropping wäre schon geschafft was der „echte Michael Schumacher“ geleistet hätte.

Statements

„Und all ihr neuen Ralfs, fickt nicht mit ’nem Michael/ Dreams ist ein Panini-Heft in dem kein Sticker fehlt“ – (Statements)

Von der Aussage her ist das schon verdammt nah dran an der vorherigen Line, nur diesmal wird nebenbei noch Ralf Schumacher, der eigentlich ebenfalls extrem begabter F1-Pilot ist, gedisst. Für Shindy scheint selbst den erfolgreichsten Rappern, die sich an seinem Style bedienen, das entscheidende Etwas zum Status einer Weltikone zu fehlen. Aber auch ohne zweite oder dritte Ebene klingt der Satz ehrlich gesagt einfach dämlich lustig.

DODI

„Es heißt, Michael steht vorm Ende wie bei Jim Knopf/ Große Pause, aber für euch Kinder Bleib ich King Bob“ – (Dodi)

Brandaktuell: Nach seinem (mutmaßlichen) Bruch mit Arafat Abou-Chaker, Bushido, dem Internet und der Musik wurde fleißig über die Zukunft von Shindy gemutmaßt und einige böse Zungen haben sogar frühzeitig das musikalische Ableben verlauten lassen, aber falsch gedacht! Er greift einmal in die Kiste der deutschen Schriftsteller-Elite und zieht Michael Ende, Autor von Jim Knopf heraus und verwurstet dessen ungewöhnlichen Nachnamen mit seiner gegenwärtigen Situation zu einer sauberen Punchline. Imaginäre Extrapunkte gibt es außerdem für die Anspielung auf den stets gelangweilt thronenden King Bob aus „Disneys Große Pause“.

Heartbreak Hotel (BONUS)

„Bitch, du nennst mich allen Ernstes Michael?/ Nicht ma’ meine Mutter nennt mich Michael!“ – (Heartbreak Hotel)

Und weil mir das Ganze so viel Spaß macht, gibts hier noch ’nen (persönlichen) Bonus. Ich weiß gar nicht was ich dazu schreiben soll, außer das ich diese Line bestimmt schon 100 mal (keine Hyperbel) lauthals mitgebrüllt habe, obwohl das ein stinknormaler Anti-Reim ist und ich offensichtlich nicht Michael heiße. Diese Zeile ist einfach so dreist, arrogant, ignorant und dementsprechend eben verdammt unterhaltsam, da braucht man keine mehrsilbigen Reime und fünf Ecken, um die man denken muss, damit man die Line versteht.

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