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Abschied nehmen mit Husten, Sophie Hunger und „Dasein“

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Die Band Husten brachte mehr oder weniger ein Zufall zusammen – oder besser ein Soundtrack für einen Film, der letztendlich nie erschienen ist. Denn aufgrund dieser ursprünglich geplanten Produktion hatten Musikproduzent Moses Schneider und Der Dünne Mann einige Songs geschrieben. Damit diese nicht ungenutzt liegen bleiben, haben die beiden kurzerhand Sänger Gisbert zu Knyphausen an Bord geholt, um eine Band gründen – so die zufallsbedingte Gründungsgeschichte von Husten. 

Debütalbum am Horizont

Wobei wir hier statt von Zufall vielleicht eher von Glück reden sollten. Denn was Husten uns seither präsentieren, ist ein astreiner Indie-Entwurf – „Trauerweidenpop“, wie das Trio selbst seine Musik bezeichnet. In den fünf Jahren Bandgeschichte haben uns Husten bereits ganze vier EPs geliefert, das große Debütalbum blieben sie uns allerdings bisher schuldig. Das soll sich nun aber ändern: Am 13. Mai soll der erste richtige Husten-Langspieler erscheinen, den die Band im vergangenen Jahr bereits mit „Maria“ und „Manchmal träum ich von Träumen“ angekündigt hat.

„Das wird bestimmt auf vielen Beerdigungen gespielt“

Nun gibt es in Form von „Dasein“ die nächste Single und gleichzeitig ein Novum im Husten-Kosmos: Mit der Schweizer Musikerin Sophie Hunger holt sich die Band zum ersten Mal einen Feature-Gast an Bord. Schon bei der gemeinsamen Aufnahme von „Dasein“ hat Sophie über den Song gesagt: „Das wird künftig bestimmt auf vielen Beerdigungen gespielt“. Eine Aussage, die vielleicht erstmal bedrückend klingt, aber so gar nicht gemeint ist, das merkt man spätestens, wenn man „Dasein“ anhört.

Husten & Sophie Hunger – Dasein

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Roadtrip ins Jenseits

Schleppende Drums und Gitarren-Sounds rollen aus der Ewigkeit an uns heran, und wenn dann Sophies gläsern-geschliffene Stimme dazu kommt, klingt das wie ein unwahrscheinliches Treffen von Nena und The Velvet Underground. Zu diesen entschleunigten Klängen ziehen im Video menschenleere Roadtrip-Landschaften an uns vorbei, nur hin und wieder unterbrochen von ein paar versprengten Windrädern und Tankstellen. Man fühlt sich als Zuschauer:in zurückversetzt auf den Rücksitz bei endlosen Fahrten gen Urlaub und verpasst beinahe, dass sich in die Einöde auch immer wieder riesengroße Körperteile in Gulliver-Maßen mischen.

Und spätestens am Ende spüren wir ihn dann doch, den berühmt-berüchtigten Kloß im Hals, wenn Gisbert zu Knyphausen und Sophie Hunger ihr andächtiges Duett zum Ende bringen: „Es gibt keine Worte, tut mir Leid / Für alles hinter dem Rand / Für alles davor hab ich zwei für dich / Tausend Dank“.

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