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Alligatoah schafft mit „Nebenjob“ Aufmerksamkeit

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Den Finger in die Wunde legen, dass kann Alligatoah gut, wie er schon unzählige Male in seiner Musik bewiesen hat. Doch die sonst dick in Ironie eingepackten Messages kommen in dem neuen Song „Nebenjob“ ungewohnt ernsthaft und direkt heraus, was zeigt, wie wichtig dem Sänger das Thema ist: Er möchte auf die fragwürdigen Arbeitsbedingungen und Bezahlungen in der Paketzusteller:innen Branche aufmerksam machen.

Alligatoah – Nebenjob

In diesem Rahmen wendet sich Lukas Strobl, wie Alligatoah mit bürgerlichem Namen heißt, auch in einem Instagramvideo an seine Fans, in welchem er mit dem Hashtag #gibtrinkgeld dazu auffordert, den Paketzustellenden öfter mal ein paar Euros dazulassen. „Ich hab ein Job neben dem Nebenjob / ich hab kein Leben doch ich lebe noch“ singt er aus der Perspektive eines:r Paketzusteller:in und trifft damit, in seiner dritten Single dieses Jahres, gewohnt wortgewandt die angesprochenen Missstände im schmerzhaften Kern.

Nach seinem fünften Studioalbum „Schlaftabletten und Rotwein V“ aus dem Jahr 2019 widmete sich der Sänger in den vergangenen zwei Jahren vor allem der Produktion von Features, unter anderem mit der Lazy Lizzard Gang, Sido oder Esther Graf. In seinem neuen Song „Nebenjob“ bekommt man Alligatoah nun jedoch wieder in Reinform mit dem signifikanten, direkten Sprechgesang in Begleitung seiner Akustikgitarre zu hören, welche der Sänger im Musikvideo selbst spielt. Dort läuft er durch die Gänge eines Lagerhauses und erzeugt durch seinen ernsten, unterschwellig wütend vorgetragenen Gesang eine sehr aufgeladene Stimmung.

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