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Am Chynna Day wird „burnout“ als zweite posthume Single veröffentlicht

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Die New Yorker Rapperin Chynna wurde als Teenagerin durch ihre Musik entdeckt und machte sich seither einen Namen mit einer eindrucksvollen Flowtechnik und ausgetüftelten Reimschemata. Neben ihren Rapfähigkeiten war die selbstbezeichnete „Slytherin“ aber auch für die Themenwahl in ihren Songs bekannt, denn Chynnas Musik beschäftigte sich von Beginn an mit den Schattenseiten und den dunklen Gedanken. Sie sprach regelmäßig ebenso Drogen wie Depressionen und den Tod an. 

Speziell zu Letzterem hatte sie einen sehr aufgeklärten Zugang und machte immer wieder deutlich, dass auch das Lebensende als natürlicher Prozess verstanden werden sollte. Sie forderte sich selbst in ihren Texten immer wieder heraus, um die eigenen Grenzen der Bewältigung aufzuzeigen. Chynna bezeichnet ihre Musik als Soundtrack zum Sterben und nimmt damit die Gegenposition zu den vielen fröhlichen Liedern ein. Doch an dieser Stelle soll auch unbedingt erwähnt werden, dass sie mit andauernden Depressionen zu kämpfen hatte, um die Tragweite der Thematik nicht zu verherrlichen. 

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Ironischerweise hieß ihre EP aus dem Jahr 2019 „in case i die first“ und sollte auch ihre letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten werden, denn mit 25 Jahren verstarb sie an einer Überdosis. Posthum folgte an ihrem eigentlichen 26. Geburtstag der Release „stupkid“ und heute an ihrem ersten Todestag, dem Chynna Day, die Single „burnout“. Darauf rappt sie mit einer Eindringlichkeit immer wieder die Zeile „I’m guess I’m a burnout“ inmitten einer drückenden Stimmung von Produzent Kirk Knight mittels sphärischer Bässe, die schlussendlich in der Düsternis verhallen. 

Im Gedanken an die Rapperin findet heute eine Versammlung in New York statt, um das späte Leben von Chynna zu feiern und getreu ihrem Motto, den Tod auch als Teil davon zu akzeptieren. 

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