DIFFUS

Anoki verarbeitet in „Rote Fassaden“ ein akutes Fremdheitsgefühl

Posted in: News

Der Wahl-Berliner Anoki hat in seinem noch jungen Leben bereits etliche Stationen hinter sich. Als Sohn eines indonesischen Vaters und einer deutschen Mutter wurde er in Utrecht in den Niederlanden geboren, zog dann früh mit seinen Eltern nach Schweinfurt in Bayern. Nach dem Abitur ging es nach Leipzig und Jena, wo er jeweils ein Jahr studierte. In Jena ergab sich die Möglichkeit, mit einem Kumpel nach Berlin zu ziehen, wo Anoki bis heute lebt und Musik macht. Eben diese wilde Reise seiner Kindheit und Jugend verarbeitet der Rapper in seinem neuen Track „Rote Fassaden“. Der Titel spielt auf die Häuser im Viertel Lombok im Westen Utrechts an, die Anoki heute nur noch verschwommen sieht. Dennoch sind sie Teil von ihm, genauso wie der Bolzplatz um die Ecke und die Sprache seines Vaters. „Dieser Riss geht durch mein Leben und seit Jahren ist er tief. Du wirst jeden Tag erinnert, dass du nicht aussiehst wie sie“, rappt Anoki mit gesenktem Blick. Er beschreibt das Gefühl von Fremdheit an einem Ort, der eigentlich so etwas wie Heimat sein sollte. Anoki drückt den Finger in die Wunde und erschafft eine Hymne für diejenigen, die das gleiche Schicksal teilen.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: Ikkimel

Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.