Anoki im Videointerview: „Keine andere Disziplin ist für mich so ein Outlet wie Musik“
Anoki ist ein Sänger, der gerne mal ein paar Bars kickt und ein Rapper, der auf warmen Band-Sound steht. Diese beiden Welten schmelzen im Debütalbum „Irgendwann wird alles leichter“ des Newcomers so harmonisch ineinander, dass es schwer ist dem Ganzen einen Stempel aufzudrücken.
In neun Songs nimmt Anoki immer wieder die Rolle des Beobachters ein und schaut mit geschärften Blick auf seine Generation, Politik, Geschichte und sich selbst. Dabei spielen neben Selbstzweifeln und depressiven Phasen, auch Themenfelder wie Rassismus und Diskriminierung eine große Rolle.
„Schwarzes Haar, seh‘ anders aus als alle da“
In seinem Song „Schüsse“, zu dem gerade auch das Musikvideo erschien, rappt er mit kratziger Stimme über sein Aufwachsen in einer Kleinstadt als Junge mit indonesischen Wurzeln und auch Rapper JuJu Rogers kommt zu diesem Thema zu Wort. Im Interlude des Albums spricht er über Racial Profiling bei der Polizei, was nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland ein Problem ist.
Ein Lichtblick am Horizont
Durch Anokis wortgewandte, poetische Texte schimmert aber auch immer wieder Hoffnung durch. „Irgendwann wird alles leichter“, heißt es im titelgebenden Track, auch wenn noch nicht klar ist wann dieses „Irgendwann“ sein wird.
Im Interview mit Diffus hat er über seine Kindheit und seinen jetzigen Bezug zu seiner Heimat gesprochen, über seine ersten Berührungspunkte mit Musik in einem alternativen Jugendhaus und wie es ist, mit sehr persönlichen Texten in der Öffentlichkeit zu stehen.
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