Apache 207 versucht sich in neuer Single „Bläulich“ gegen unmoralische Angebote zu wehren
Apache207 hat in den letzten zwei Jahren wohl den kometenhaftesten Aufstieg erlebt, den die deutsche Musiklandschaft je gesehen hat. Und das, obwohl oder gerade weil er so anders ist als alle Anderen. Er sieht anders aus, klingt anders, kleidet sich anders und tanzt auch, wie es niemand zuvor tat. Eines hat er sich dabei aber immer geschworen: „Apache bleibt gleich“. So war zumindest noch der Stand bei Release seines Mega-Hits „Roller“ im August letzten Jahres. Seitdem ist bei dem Ausnahmetalent, der in ärmlichen Verhältnissen in Ludwigshafen aufgewachsen ist, allerdings einiges passiert. Seine Arena-Tour war innerhalb von vier Minuten ausverkauft, seine Debüt-EP „Platte“ ging Gold, obwohl sie nur digital erhältlich ist und „Roller“ wurde der meistgestreamte Song des letzten Jahres in Deutschland. Man kann ihn lieben oder hassen, eines lässt sich allerdings nicht mehr leugnen: Apache ist ein Star. Einerseits bedeutet das, dass er, seine Familie und vermutlich die zehn Generationen nach ihm finanziell abgesichert sind. Andererseits häufen sich die Stimmen hinter dem Rücken, Kippenschachteln, Alkflaschen und schließlich auch unmoralische Angebote. Verführungen, denen sich auch ein Apache nicht entziehen kann, wie er sich in seiner neuen Single „Bläulich“ eingestehen muss. „Apache bleibt gleich, aber heut nicht“ tönt es in der Hook der düsteren Trap-Ballade. Wenn der Zwei-Meter-Hühne mal gegen seinen Kodex verstößt, kauft er sich Uhren für 30.000 Euro oder wacht neben Frauen auf, die nur seinen Fame abhaben möchten, stolz ist er darauf aber nicht. „Anders verdienst du dir keinen Respekt bei dieser Oberschicht“ trotzt Apache einer Gesellschaft, die sein Leben lang auf ihn und seine Mutter hinabgeschaut hat. Apache will es diesen Leuten heimzahlen und ihnen den Erfolg unter die Nase zu reiben, gleichzeitig weiß er, dass es ihn nicht glücklicher macht. Diese innere Zerrissenheit zwischen Wut und Abgeklärtheit, Geld und Zufriedenheit spiegelt der Mannheimer in „Bläulich“ sowie im dazugehörigen Musikvideo sehr eindrucksvoll wider.
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