Apache 207 veröffentlicht zweiten Akt von „2sad2disko“
Spätestens seit seinem Track „Roller“ aus dem Jahr 2019 ist Apache 207 in Deutschland schlagartig bekannt geworden. Vor allem durch seinen erfrischenden Sound aus Funk-, R&B- und Hip-Hop-Einflüssen hebt sich der Rapper von der Masse ab, sticht aber auch mit seinem außergewöhnlichen Aussehen, einzigartigen Kleidungsstil und tanzwütigen Musikvideos aus der Deutschrap-Masse hervor.
Nachdem Apache 207 mit „2sad2disko“ im vergangenen Monat seine neue Single veröffentlicht hat, ist nun das zweite Kapitel des gleichnamigen Albums veröffentlicht worden. Denn dieses kommt in insgesamt vier Teilen und ergibt am Ende nicht nur den dritten Longplayer des Rappers, sondern auch einen waschechten Kurzfilm, der sich aus den einzelnen Musikvideos zusammensetzt.
Apache 207 – Vodka // Lamborghini Doors
Hinein ins Hörerlebnis der Maxisingle führt der Song „Vodka“, der mit einem unverkennbaren Michael Jackson Sample beginnt. Anders als die oft betonten, gefühlvollen Songs der ersten Releasewelle, zeigt „Vodka“ den Rapper eher oberflächlich und beschäftigt sich mit den Inhalten einer durchzechten Partynacht.
Diese ist auch im ersten Teil des Doppelmusikvideos zu erfahren, in dem Apache an die Bar gefesselt, den ein oder anderen Shot trinkt und eine wilde Nacht ihren Lauf nimmt – inklusive Prügelei und allem was dazu gehört.
Von heftiger Party zur schonungslosen Realität
Auf „Vodka“ folgt sowohl im Video als auch auf der Maxisingle der Song „Lamborghini Doors“, der mit einer wesentlich nachdenklicheren, fast schon melancholischen Stimmung daherkommt. „Kennst du schon die Geschichte vom zehnten Stock …“ beginnt der Song und vollführt einen Perspektivwechsel, der auch im Video vonstatten geht.
Er handelt von einem Mann, dessen Leben bedingt von seinem Umfeld und unglücklichen Umständen den Bach runter geht und ihn viele schlechte Entscheidungen treffen lässt, die ihm gegen Ende des Videos zum Verhängnis werden. „Eben waren noch Sirenen in sei’m Ohr / Doch der Lamborghini war auf Sport / Jetzt steht er auf dem Dach, Trainingsanzug Dior / Die Seele steigt empor, auf dem Weg zu Gott.“
Der dritte Song im Bunde wagt einen Blick in die Vergangenheit. „An der Uhr gedreht“ heißt die Single und handelt von der viel zu schnell vergehenden Zeit und einem Moment, in dem man plötzlich erkennt, wie viele Jahre seit einem persönlich einschneidenden Ergebnis vergangen sind. Apache merkt zwar, dass die Welt sich weiterdreht, kommt selbst aber nicht von der Stelle und hängt Erinnerungen an vergangene Tage nach.
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