Are You Looking Up? Das sind deine Tunes für die Sonnenfinsternis!
Heute Abend wird’s kurz ein bisschen kosmisch: Der Mond schiebt sich vor die Sonne und lässt den Himmel über Deutschland für einen Moment ungewöhnlich dunkel werden. Ab etwa 19:15 Uhr beginnt die partielle Sonnenfinsternis, ihren Höhepunkt erreicht sie kurz nach 20 Uhr. Bei uns in Berlin werden dabei rund 85 Prozent der Sonne verdeckt – und das Ganze passiert ausgerechnet während des Sonnenuntergangs.
Das letzte Mal, dass eine totale Sonnenfinsternis über Deutschland hinweggezogen ist, liegt inzwischen 27 Jahre zurück: Am 11. August 1999 wurde es hierzulande tatsächlich mitten am Tag dunkel. Heute bleibt es bei einer partiellen Finsternis – während in Teilen Spaniens und auf Island die Sonne komplett verschwindet.
Zeit also für ein bisschen Himmels-Drama – und natürlich den passenden Soundtrack. Zwischen Mk.gee, Lorde, Tame Impala, Beethoven und Bonnie Tyler haben wir zehn Tracks gesammelt, die genau dann laufen sollten, wenn der Himmel langsam auf dunkel schaltet. Are you looking up?
Mk.gee – Are You Looking Up
Der Name allein macht Mk.gee zum perfekten Soundtrack für diesen Abend. Dazu dieses flirrende, leicht entrückte Gitarren-Arrangement, das klingt, als würde irgendwo zwischen Himmel und Asphalt gerade etwas passieren. Und spätestens wenn Mk.gee fragt, ob wir eigentlich nach oben schauen, gibt’s eigentlich nur eine Antwort: Ja.
Lorde – Solar Power
Auch wenn die „Solar Power“ heute Abend für einen Moment etwas eingeschränkt sein dürfte, liefert dieser Song von Lorde die perfekten Vibes. Sie beschreibt darin ein befreiendes, fast rituelles Gefühl von Sonnenlicht auf der Haut. Der leichte Sound des Tracks mit seinen Chören und der luftigen Produktion löst genau diese gemeinschaftliche, ehrfürchtige Stimmung aus, die man beim Blick auf einen sich verdunkelnden Himmel empfindet, bis dann das Licht zurückkehrt und alles wieder heller wird.
Carlo5 & Babyjoy – Sonne scheint nicht
Genau genommen scheint die Sonne heute natürlich nur zu 85 % nicht und Carlo5 und Babyjoy besingen eigentlich die Metapher einer scheiternden Beziehung: „Nur die Sonne scheint nicht mehr so wie damals / Als du noch da warst / Regenwolken vor dem Fenster, das ist Karma / Fata Morgana, großes Theater“. Die etwas melancholische Stimmung einer Eklipse trifft das Feature, mit den sanften Vocals und dem Indie-Pop-Sound aber trotzdem perfekt.
PA69 – Sonnenstich
In „Sonnenstich“ besingen PA69 einen so richtig heißen Sommertag auf absurde, ironische Art. Heute Abend wird’s zum Glück etwas kühler und von einem Sonnenstich sollten wir auch verschont bleiben. Nach der Hitze in den letzten Tagen und Wochen kann so eine Sonnenfinsternis auch mal angenehm sein.
Ludwig van Beethoven – Mondscheinsonate
Schon die ersten Takte der Mondscheinsonate klingen, als würde sich das Licht langsam aus dem Raum ziehen. Über den gleichmäßig rollenden Klavierfiguren liegt eine düstere, fast schwebende Melodie und besonders der berühmte erste Satz wirkt deshalb wie gemacht für den Moment, in dem die Sonne Stück für Stück hinter dem Mond verschwindet.
Edwin Rosen – Die Sonne in deinem Zimmer
Bei „Die Sonne in deinem Zimmer“ wird’s ein bisschen dramatischer: Edwin Rosen macht aus der Sonne einen Ort, an dem alles gleichzeitig leuchtet und brennt. Genau diese Mischung aus romantischer Überhöhung und latentem Weltuntergang passt ziemlich gut zu einem Abend, an dem die Sonne plötzlich nicht mehr ganz die Hauptrolle spielt. Wenn schon Sonnenfinsternis, dann bitte mit maximalem Herzschmerz.
M83 – Midnight City
Kaum ein Song klingt so sehr nach leuchtendem Nachthimmel wie „Midnight City“. Die riesigen Synths und dieser verträumt-kosmische Sound passen perfekt zu dem Moment, wenn es heute Abend plötzlich dunkler wird. Fun Fact: Sogar der Name M83 kommt aus dem All – benannt ist das Projekt nach der Spiralgalaxie Messier 83.
Tame Impala – Let It Happen
Wenn sich der Mond heute langsam vor die Sonne schiebt, gibt es eigentlich nur eine Devise: Let It Happen. Der fast achtminütige Track von Tame Impala baut sich hypnotisch auf, verliert sich in Loops und lässt einen irgendwann komplett im Sound versinken – ziemlich passender Soundtrack für ein Ereignis, bei dem man einfach nur dastehen und zuschauen will.
Radiohead – Everything In Its Right Place
Mit anschwellenden Synthesizer-Akkorden, Thom Yorkes verfremdeter Stimme und den puzzleteilartigen Vocal-Schnipseln greift in diesem ikonischen Song gleichzeitig alles ineinander und klingt trotzdem etwas verschoben. Diese leicht unwirkliche Stimmung passt also ziemlich gut dazu, wenn es mitten am frühen Abend plötzlich dunkel wird und für ein paar Minuten gar nichts mehr „in its right place“ scheint.
Bonnie Tyler – Total Eclipse of the Heart
Der 1983 veröffentlichte Welthit „Total Eclipse of the Heart“ von Bonnie Tyler ist ein Garant für die nötige mystische Stimmung. Kein Wunder also, dass der Track ursprünglich Mal als ein Vampir-Liebeslied mit dem Titel „Vampires in Love“ für ein geplantes Nosferatu-Bühnenmusical gedacht war.
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