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Artist to Watch – Palebloom: Wie die Kölner Post-Hardcore-Band Wut in Musik verwandelt und Betroffenen eine Stimme gibt

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Palebloom aus Köln klingen nach aufgestauter Wut, großen Gefühlen und dem Drang, all das endlich rauszulassen. Ihr emotionaler Post-Hardcore verbindet 90s-Vibes mit Melodien, die hängen bleiben, und einer Härte, zu der man richtig abgehen kann. Die Themen dahinter reichen allerdings weit über musikalische Nostalgie hinaus. Auf ihrer Debüt-EP „Maybe I’m Not That Alright“, die am 30. Oktober erscheint, beschäftigen sie sich mit Grenzüberschreitungen und den Folgen sexualisierter Gewalt.

Für Lea stellt der Titel einen Glaubenssatz infrage, den sie lange mit sich getragen hat: dass es ihr gut gehe, auch wenn Schmerz und Traurigkeit immer wieder kleingeredet wurden. Mit den Songs möchte die Band Betroffene darin bestärken, dass sie keine Schuld tragen und Menschen finden können, denen sie sich anvertrauen können. Gleichzeitig richtet sich die Musik an diejenigen, die solche Erfahrungen nicht gemacht haben: als Einladung, zuzuhören, hinzusehen und sich für Betroffene einzusetzen.

In ihrem neuen Song „Done To Me“ wird die Wut über eine besondere Ungerechtigkeit hörbar: Betroffene suchen oft jahrelang nach Wegen, mit dem Erlebten umzugehen, während die Verantwortlichen sich womöglich nie damit auseinandersetzen müssen. Der Song gibt dieser Wut ein Ventil. Dass dabei schwere Themen und mitreißende Energie zusammenkommen, entsteht laut Lea ganz von selbst. Palebloom beginnen beim Schreiben mit einem Gefühl, graben tiefer und lassen den Song daraus wachsen. Im Video erzählt sie uns mehr über diesen Prozess und die Haltung hinter der EP.

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