Audio88 & Yassin haben weiße und privilegierte Männer auf ihrer Todesliste
Audio88 & Yassin sind zurück und so angriffslustig wie vielleicht noch nie in ihrer Karriere zuvor. Was sich kürzlich schon anhand ihrer Comeback-Single „Schlechtes Gewissen“ als stilistische Vermutung abzeichnen lies, findet sich auch in ihrem neuen Song „WUP“ in Hülle und Fülle: die alles-verachtende „Normale Musik“-Attitüde. Der Titel „WUP“ ist eine Anlehnung an Cardi B’s und Megan Thee Stallions Hit „WAP“, doch statt auf erregte Geschlechtsteile zielt der abgeänderte Titel von Audio88 & Yassin auf ein anderes Organ ab und zwar auf die Haut, insbesondere auf ihre Farbe und die damit einhergehenden Privilegien. Der Song erzählt das Weltbild eines privilegierten weißen Cis-Mannes in der Blüte seiner unbekümmerten Zeit und spielt mit der Idee der unbändigen Ignoranz, die so manche „Herren von Welt“ immer und überall an den Tag legen. Dabei interessiert den Prototyp Mann das Weltklima genau so wenig wie etwa Frauenrechte oder faire Arbeitsbedingungen in Fabriken. Dass sich die Welt der privilegierten Männer auch verändert hat, stellt Audio88 allerdings schon am Anfang seines Parts fest: „Früher war nicht alles besser, aber auch nicht schlecht / Denn da gab’s noch für ein lautes Pfeifen auf der Stelle Sex / Jetzt sagt man lieber gar nichts mehr und wenn, dann ist es falsch / Denn der Griff an den Hals war doch nicht so gemeint“. Jede Zeile aus „WUP“ trieft nur so vor unterschwelliger Verachtung des dargestellten Weltbildes und glänzt mit Humor und harten Schüssen, wie man sie von Audio88 & Yassin mittlerweile gewohnt ist. Eins lässt sich bis zum Release von „Todesliste“, dem neuen Album jedenfalls festhalten: An Treffsicherheit und Killer-Instinkt mangelt es den beiden absolut nicht.
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