Von Memphis-Sound zu Indie-Pop: NALAN feiert Solodebüt
NALAN ist „nur“ oberflächlich gesehen eine Newcomerin. Unter dem Namen slimgirl fat oder als Teil der Gaddafi Gals dürfte sie nämlich bereits einigen ein Begriff sein. Nun feiert sie unter ihrem neuen Künstlernamen NALAN (der im Übrigen aber auch ihrem tatsächlichen Vornamen entspricht) eine Wiedergeburt in der Musikszene.
Mit „I´m Good. The Crying Tape” veröffentlicht die Künstlerin nun unter neuem Namen ihr Debüt-Album und hat soundtechnisch eine 180-Grad-Wende hingelegt. Aus dem Lo-Fi-Memphis-Sound, der noch zu Zeiten der Gaddafi Gals dominierend war, wird verträumter Indie-Pop mit RnB-Elementen. Mit melancholisch angehauchten, aber dennoch heiteren Songs und herausstechenden, elektronischen Synthies sorgt NALAN für plätschernde Musik. Die Stücke kommen mit einer sommerlichen Leichtigkeit daher, die den kalten deutschen Winter kurz in Vergessenheit geraten lässt.
NALAN – I´m Good
Thematisch ist „I´m Good. The Crying Tape“ sehr persönlich gehalten. „Das Album hat ein wenig etwas von einem Drehbuch, jeder Song ist wie ein einzelnes Kapitel für mich, in denen ich Themen aus unterschiedlichen Perspektiven und Stimmungen heraus beleuchte“, so NALAN selbst über ihr Werk.
So handelt der Song „I´m Good“ von der fast schon floskelartigen Frage „Wie geht es dir?“, auf die man immer gleich antwortet, egal wie es im Inneren wirklich aussieht. In „Only Birds Can Tell“ verarbeitet die Sängern den Verlust ihrer Großmutter, „Bed of Tears“ beschäftigt sich mit der grundlegenden Frage nach dem Sinn der eigenen Existenz. Und mit „Son Kez“ mischt sich auch ein türkischsprachiger Song auf das Werk, denn NALAN ist bilingual aufgewachsen und spiegelt diese Prägung auch in ihrem Album wider.
Mit „I´m Good. The Crying Tape” scheint NALAN auf Sound- sowie Textebene ganz nah bei sich zu sein und endlich ihren festen Platz in der Musikwelt gefunden zu haben. Ohne Pseudonym, einfach als sie selbst, NALAN.
Hört hier in „I´m Good. The Crying Tape“ rein:
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