Baby Queen besucht ihren Sehnsuchtsort
Literatur und Musik beeinflussen sich immer wieder gegenseitig und sind wichtige Inspirationsquellen im Entstehungsprozess des jeweils anderen. Genau unter diesen Voraussetzungen entstand auch Baby Queens brandneue Single „Dover Beach“, mit der die 23-Jährige ein weiteres Mal beweisen will, dass sie bei BBC Radio 1 im März 2021 nicht grundlos zum „Future Artist“ erklärt wurde.
2020 startete Bella Latham, wie die Künstlerin mit gebürtigem Namen heißt, ihr erfolgreiches Debüt mit „Internet Religion“ – einem Song über die Schattenseiten es WorldWideWebs und den Einfluss von Sozialen Medien. Sozialkritisch und mit meinungsstarken Statements ging es auch auf ihrer erste EP „Medicine“ weiter, auf der sie ihren Idealen und Anschauungen eine Bühne bot.
Baby Queen – Dover Beach
Mit der Veröffentlichung von „Raw Thoughts“ im Januar dieses Jahres änderte sich das Themenfeld des UK-Popsternchens jedoch um 180 Grad: „Das [ihre Debüt-EP „Medicine“] war quasi das Vorwort zu meinem Aufsatz in dem ich schon mal all meine Anliegen und Überzeugungen umrissen habe. Dadurch bin ich jetzt sehr viel freier und kann auch einfach mal so einen Lovesong schreiben – ohne gleich das Gefühl zu haben, dass meine Musik zu seicht, zu oberflächlich sein könnte.“, erklärt Baby Queen.
Ganz persönlich geht es nach „Raw Thoughts“ und „These Drugs“ deshalb auch in ihrer neuen Single „Dover Beach“ weiter. Darin erzählt die 23-Jährige von einem Kurztrip in die britische Küstenstadt Dover – ein persönlicher Sehnsuchtsort, den sie schon immer besuchen wollte, bis es im Oktober 2020 dann endlich soweit war: „Schon in der Schule war ich absolut besessen von diesem Gedicht namens ‘Dover Beach’ von Matthew Arnold. Ich musste diese Kreidefelsen von Dover einfach irgendwann selbst sehen. Im Oktober bin ich dann alleine hingefahren, um dort an neuen Songs zu arbeiten“, berichtet Bella.
Melodie und Text entwickelte die Singer-Songwriterin noch während ihres Strand-Aufenthalts in Dover. Doch eine besondere Person schleicht sich währenddessen immer wieder in ihre Gedanken: „Es geht darum, richtig krass verknallt zu sein in jemanden, und diesen Menschen einfach überall zu sehen, ganz egal wohin man auch schaut. Die Zeile ‘you stole the view of Dover Beach’ musste ich unterbringen, weil ich wirklich ein bisschen sauer darüber war, dass ich ja eigentlich den Strand bewundern wollte, aber dann die ganze Zeit an diese eine Person denken musste… Es geht also mal wieder um den Kampf mit der eigenen Unsicherheit – und darum zu akzeptieren, dass ich meinen Tagträumen und dieser Anziehungskraft auch dann nicht entkommen kann, wenn ich mich an einen anderen Ort begebe.“
Mit dem Release von „Dover Beach“ führt Baby Queen außerdem ihre bereits begonnene Artwork-Serie fort. So stellten die Covers ihrer diesjährigen Singleveröffentlichungen das Klischee traditioneller High School Jahrbuch-Fotos dar, auf denen bislang Grunge-Baby Queen, Goth-Baby Queen und nun auch die „The Girl Next Door“-Version der Sängerin einen Platz fanden. Wir sind gespannt auf neue Songs und weitere Persönlichkeiten!
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