Back to the roots: Mine zeigt uns in ihrer neuen Single ihre alte Schule
Schon im August gab es frohe Kunde von Mine: Im nächsten Jahr gibt es nicht nur eine neue Tour sondern auch ein neues Album, das den Namen „Baum“ tragen soll. Nun erschien die erste Single aus dem kommenden Projekt der vielfach ausgezeichneten Sängerin, Multiinstrumentalistin und Produzentin. „Ich weiß es nicht“ ist eine reduzierte Klavier-Ballade, eine Hommage an Mines alte Schule und eine Bekenntnis zur Ratlosigkeit.
Ein Leben für die Musik
Wer gerne alternative Musik hört, hegt beim Blick in die Charts und renommierten Playlisten gerne mal Missmut und Groll. Ist doch eh alles Quatsch, was da läuft! Umso schöner ist es, wenn dann mal Personen Anerkennung erfahren, die tatsächlich krass talentiert sind – so geschehen bei Mine. Schon seit sie ein Kind ist begeistert sie sich für Musik, nimmt erst Gesang- und Instrumental-Unterricht, bis sie dann später Jazzgesang studiert und nach dem Abschluss sogar weiter als Dozentin tätig ist. Das Wissen, das sie so angehäuft hat, äußert Mine seit 2014 mit spannenden Releases, wobei ihr vor allem ihre letzten beiden Alben „Klebstoff“ und „Hinüber“ viel Lob und Beachtung in der hiesigen Musik-Landschaft eingebracht haben.
Ein Appell an die Ratlosigkeit
Nun soll es weiter gehen, wobei uns die erste Single für ihr neues Album „Baum“ erstmal back to the roots führt. Denn das Musikvideo für „Ich weiß es nicht“ hat Mine im Remstalgymnasium in Weinstadt gedreht, das sie neun Jahre lang besucht hat, wie sie am Ende verrät. Im Clip sehen wir, wie Mine in der Turnhalle aktiv wird, noch einmal die Tafel beschreibt und durch die leeren Gänge streift – allerdings rückwärts abgespielt.
„Ich weiß es nicht“ ist dabei eine ganz klassische Ballade mit schlichtem Arrangement aus E-Piano und Streichern. Solche Songs gibt es ungefähr so lange, wie es populäre Musik gibt, aber gerade deshalb klingt die Single so zeitlos schön. „Wenn ich könnte, wüsste ich / was wichtig ist, was nicht / Was es wirklich besser macht / Und was nicht“, sinniert Mine im Chorus und appelliert damit an ein Gefühl, das manchmal an allen von uns nagt: die Unwissenheit und Ratlosigkeit. „Ich weiß es nicht“ bestärkt darin, dass es auch mal okay ist, eben diese titelgebenden Worte auszusprechen – denn manchmal reicht das schon, um seinen Frieden mit einer Situation zu finden.
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