Beabadoobee singt mit „Last Day On Earth” den Soundtrack zum Weltuntergang
Vor fast genau einem Jahr schlug die Nachricht über einen Lockdown wie ein Blitz ein und traf viele unvorbereitet. Die bisherige Normalität wurde von einem Tag auf den anderen umgestellt und wir mussten uns alle an ein neues Leben mit einer globalen Pandemie gewöhnen. Die britische Singer-Songwriterin Beabadoobee stellt sich auf ihrem neuen Song „Last Day On Earth“ aber nun die Frage, wie alles anders verlaufen wäre, wenn sie bereits im Vorhinein von dem Ausmaß der Veränderung gewusst hätte.
„In Last Day on Earth geht es um all die Dinge, die ich getan hätte, wenn ich gewusst hätte, dass ein Lockdown kommt und die Welt sich dermaßen verändert. Ich habe es kurz nach dem ersten großen Lockdown geschrieben. Lyrisch reflektiere ich darin, wie es sich angefühlt hätte, wenn wir alle im voraus gewusst hätten, was kommt. Alle Dinge, die ich getan hätte, hätte ich gewusst, dass es der letzte Tag unserer alten Normalität war.“, meint die Musikerin.
Wie das Statement zeigt, bleiben es traurige Konjunktive, doch es macht Spaß, das Gedankenexperiment zu hören und zu sehen. Gemeinsam mit Matty Healy und George Daniel von The 1975 hat Beatrice Laus, wie die Musikerin mit bürgerlichem Namen heißt, darauf aufbauend einen eingängigen Popsong geschrieben. Das dazugehörige Musikvideo zeigt eine Videocollage eines Teenagelebens wie es in Filmen gerne dargestellt wird: Exzessive Partys, Substanzen, Liebe und jede Menge nächtlichen Spaß.
„The world’s about to end so I’m gonna have to finish”, so weit ist es dann zum Glück doch nicht, den die Welt steht noch und auch Beabadoobee war nicht umtriebig in der Lockdownzeit. So wurde mit den beiden Songwritern von The 1975 auf einer Farm an einer EP gearbeitet, die „Our extended Play“ heißen wird. Thematisch soll es vor allem um den Zusammenhalt gehen und wir sind gespannt, was uns hier noch erwarten wird.
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