Berliner Technokultur wird UNESCO Kulturerbe
Neben dem Brandenburger Tor oder der Berliner Currywurst kommen viele Tourist:innen jährlich vor allem zum ausgelassenen Feiern in die Hauptstadt. Der Grund: Die Berliner Technokultur. In den 80er Jahren entwickelte sich die Clubszene Berlins zum Hotspot der Technosubkultur, die zum Soundtrack der Wiedervereinigung wurde. Noch heute gilt Berlin als eine Art Mekka für Techno-Fans von überall und trägt den Titel der „Techno-Hauptstadt der Welt“.
Die jahrelang berühmte Loveparade (heute Rave The Planet) oder der Tresor Club sind Überbleibsel jener Zeit, die im Zentrum eines weltweiten Techno-Hypes standen, der seit einigen Jahren sein Comeback feiert. Dazu gehört nicht nur die entsprechende Musik, sondern auch die untrennbar damit verbundenen exzessiven Partys, die für die heutige Wichtigkeit des Genres mitverantwortlich sind.
Save the Rave
Das hat die Kulturministerkonferenz der Bundesländer gemeinsam mit Kulturstaatsministerin Claudia Roth nun zum Anlass genommen, die Technokultur in Berlin als offiziellen Teil des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufzunehmen.
Roth sieht die Aufnahme als wichtiges Zeichen für einen erweiterten Kulturbegriff und außerdem als Zeichen gegen „die absurde“ Trennung, zwischen U- und E-Musik, also „unterhaltsamer“ und „ernstzunehmender“ Musikstile.
Die Aufnahme ins Weltkultur Erbe hat übrigens die Rave The Planet gmbH initiiert, die mit ihrer jährlichen Parade bereits seit Jahrzehnten für die Technokultur steht. Auf ihrer Website schreiben sie: „Der Status des ,Immateriellen Kulturerbes‘ fördert das Bewusstsein, dass Techno längst aus seiner Nische herausgetreten und zu einer eigenständigen Kulturform geworden ist.(…) Auch der Zugang zu staatlichen Subventionen und gemeinnützigen Förderungen wird einfacher. So können die Orte, die bereits seit langer Zeit existieren viel besser geschützt werden.“
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