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Betterov hat immer den „Platz am Fenster“

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Dass er auf die große Bühne gehört, beweist der Alternative-Newcomer Betterov mit seiner im März dieses Jahres erschienenen Debüt-EP “Viertel vor Irgendwas”. Nach ersten Singles und kleinen Auftritten in Berliner Kneipen legt er auf der Platte seine innersten Gefühle und Gedanken offen. Dabei ist die EP eine hervorragende Zusammenstellung von Stücken, die sich aus Einflüssen von Indie-Rock und Post-Punk speisen. Über allem schwebt dabei eine kehlige, müde Stimme, die trotz aller Leere dringlich an uns heran tritt. Rumorende Bäss und ruppige Gitarren-Wände bieten außerdem die Basis für Ohrwurm-Melodien und Texte, die auf großer Sehnsucht und dem Aufwachsen in einem kleinen Dorf in Thüringen fußen. In „Platz am Fenster“ besingt Betterov nun die Geschichte einer unbeschwerten Freundschaft in Kindertagen, die einen Ausbruch aus prekären familiären Verhältnissen ermöglichte. „Es tut mir Leid, dass ich gegangen bin, doch was sollte ich anderes tun? Ich hab gesehen, wie dir das weh tut“ singt Betterov über die Zeit, als ein Freund nach Beendigung der Schulzeit wegzieht und den anderen zurücklässt – ein glückliches Wiedersehen (unterstrichen mit einem funkelnden Saxofon-Klängen) soll dabei aber nicht fehlen.

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