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Between Bodies suchen mit „Long After Midnight“ nach etwas, das bleibt

Posted in: Premieren
Tagged: Between Bodies

Seit ihrem Debütalbum „Electric Sleep“ von 2022 haben sich Between Bodies vom absoluten Geheimtipp zu einer der spannendsten aufstrebenden Bands der deutschen Punk- und Indie-Szene entwickelt. Spätestens nach Touren und Shows mit Acts wie Touché Amoré, The Get Up Kids oder Captain Planet wurde klar, dass die Band aus Köln, Toronto und Paderborn längst internationales Format erreicht hat. Ihr Sound verbindet 90er-Emo-Punk mit Post-Punk- und Indie-Einflüssen der 2000er aber bleibt dabei stets eigenständig. „Long After Midnight“ ist ein Vorbote des Albums „Hands To Hold Each Other“, das am 29. Mai 2026 via Zeitstrafe erscheint.

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„Long After Midnight“ zeigt diesen eigenwilligen Klang besonders eindringlich. Der Song kreist um Erschöpfung, Orientierungslosigkeit und das Gefühl, sich selbst irgendwo zwischen Erinnerung, Sehnsucht und Bewegung zu verlieren. Die Band selbst beschreibt „Long After Midnight“ als einen ihrer kollektiven Lieblingssongs des neuen Albums. Kein Wunder, denn der Track vereint vieles von dem, was den Kern von Between Bodies ausmacht: „Energie in Tempo und Drumbeats, ein nachdenklich-düsterer Text mit der ein oder anderen popkulturellen Anspielung, der Raum für Hoffnung lässt, viel dreistimmiger Gesang und vielleicht auch die ein oder andere spannende Gitarrenmelodie.“ Den Song widmen sie einem Freund. Er handelt von der Schwierigkeit, sich in einer Welt voller Reize und easy Dopamin-Kicks wirklich festzulegen.

Between Bodies: Gott, Lenin oder die wahre Liebe?

Zeilen wie „Have you found your God, Lenin or true love?“ und „Leave a mark in a cave or a note on a page before the years become birds and go leaving“ beschreiben eindrücklich die Sehnsucht nach etwas, das bleibt. Trotz aller Fragezeichen bleibt im Text aber immer auch eine Form von Hoffnung. „Wir wünschen unseren Freund:innen, dass sie an den Dingen und Menschen, die sie lieben und ausmachen, dranbleiben und etwas finden, für das es sich auch einmal zu kämpfen lohnt“, erklärt die Band.

Auch der Videoclip greift diese Stimmung auf und verbindet dabei Gegensätze, die sich auf den ersten Blick kaum zusammenbringen lassen. Between Bodies kombinieren darin das aus dem Black Metal bekannte Corpse-Paint-Make-up, das bereits im früheren Video zu „Towards The Light“ auftauchte, mit dem Setting einer Rollerskate-Disco. Der Kontrast zwischen düsterer Ästhetik und ausgelassenem Herumtollen passt erstaunlich gut zum Song. Die Band erzählt außerdem, dass sich an einem Donnerstagabend über 30 Freund*innen Zeit genommen hätten, um das Video gemeinsam umzusetzen: Dass hier alle eine gute Zeit zusammen hatten, sieht man sofort!

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