Gerichtsurteil zum Mitsingen: Juicy Gay und Mc Smook veröffentlichen „Björn Höcke ist ein Faschist“
Was Ende September letztes Jahres per Eilverfahren gerichtlich festgelegt wurde, findet durch Juicy Gay und Mc Smook jetzt nachträglich musikalische Untermalung: Björn Höcke darf rechtmäßig als Faschist bezeichnet werden, warum also aus dieser Tatsachengrundlage keinen Disstrack machen? Das NRW-Powerduo veröffentlicht mit „Björn Höcke ist ein Faschist“ die einzig mögliche Einordnung besagten Politikers. Juicy Gay und Mc Smook verzichten auf sämtliche Playlist-Platzierungen („die Kuratoren wollen keinen Streit mit Energie-Getränken“) und solidarisieren sich stattdessen ganz ausdrücklich mit Tarek K.I.Z, der im Video zu „Nach wie vor“ einige Szenen aus Kill Bill nachgestellt hat. Dass in den Kampfszenen Männer und Frauen zum Opfer geworden sind, die möglicherweise an die AfD-Führungsspitze erinnern – wir nennen es mal Zufall. Neben der klaren, politischen Haltung, die Juicy Gay und Mc Smook erfreulicherweise so deutlich ausformulieren, dürfte der Song auch mindestens diesen positiven Nebeneffekt haben: Das Gerichtsurteil wird ziemlich sicher zum Ohrwurm und die Tatsache, dass es sich beim Fraktionsvorsitzenden der AfD Thüringen um einen lupenreinen Faschisten handelt, dürfte sich spätestens mit diesem Ohrwurm in jedes Gedächtnis eingebrannt haben. DJs und ClubbetreiberInnen haben mit „Björn Höcke ist ein Faschist“ ab sofort eine musikalische Geheimwaffe, um die AfD-Spreu aus ihrem Kreis zu selektieren.
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