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Blink-182: „Edging“ ist der Song zum Comeback

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Tagged: Blink-182

Wir waren selbst ein wenig überrascht, wie groß unser und euer Interesse am Comeback von Blink-182 ausgefallen ist. Als die Band Anfang der Woche ankündigte, Tom DeLonge wieder an Bord zu haben und gleich eine ziemlich üppige Tour mit Albumankündigung nachlegte, war die Begeisterung groß. Von den 70 Stops sollen drei auch in Deutschland stattfinden: Am 09.09.2023 spielt die Band in Köln, am 16.09. in Berlin und am 17.09. in Hamburg. Die Platte soll früher im Jahr erscheinen – Datum und Titel stehen noch nicht fest. Aber Tom DeLonge – der verlorene Sohn von Blink-182, der vor einigen Jahren über sein Management an die Kollegen ausrichten ließ, dass er keinen Bock mehr habe – teast schon mal eifrig an, dass man NATÜRLICH die beste Musik ever aufgenommen habe.

„I’m a punk rock kid“, das bald 47 wird

Was bisher nur Wort im Web waren, kann man seit heute schon mal ein wenig konkreter bewerten. Denn nun gibt’s die erste Single „Edging“, die die Vorfreude noch ein wenig schüren soll. Stilistische Überraschungen durfte man dabei natürlich eh nicht erwarten, aber trotzdem ist es erstaunlich, wie wenige Sekunden es braucht, bis man schon wieder voll im Blink-182-Sound ist. Auch die Lyrics knüpfen nahtlos an Vergangenes an. Tom DeLonge nimmt sich und seine Entscheidung, die Band zu verlassen, sogar selbst ein wenig auf die Schippe. „I ain’t that cool, a little fucked in the head / They’ll be hangin‘ me quick when I’m back from the dead“, singt er und nimmt damit Bezug auf konkretes Fan-Feedback, das ihn nach dem Ausstieg erreichte. Der Band-Chor grölt derweil „Get the rope, get the rope!“, was ebenfalls in diesem Kontext ganz witzig ist. Es braucht allerdings nur ein paar Sekunden, bis Blink-182 wieder jene spätpubertäre Zeilen raushauen, die sie ein Stückweit groß gemacht haben: „I’m a punk rock kid, I came from hell with a curse / She tried to pray it away, so I fucked her in church.“

An der Stelle muss man sich noch mal kurz dran erinnern: Tom DeLonge wird im Dezember seinen 47. Geburtstag feiern. Neben seinen Bandaktivitäten ist er außerdem als Unternehmer und Produzent aktiv – sein Nettovermögen wird ungefähr zwischen 70 und 90 Millionen Dollar verortet. Da darf man ruhig mal kurz sagen: Tom, du bist eben KEIN „punk rock kid“ mehr. Und wenn du hier schon tönen musst, dass du jemanden in der Kirche gef***t hast, dann hoffen wir wenigstens, es war eine hotte Dame Mitte vierzig.  

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Pop-Punk ist wieder wer – und das lag auch am Einfluss von Blink-182

Man ist also ein wenig in der Zwickmühle: Eigentlich können Blink-182 ihre Attitüde von 1999 zu „Enema Of The State“-Zeiten heute nicht mehr bringen. Andererseits haben sie sich selbst eben noch nie ernst genommen und waren schon vorher spätpubertär mit Ansage. Und musikalisch löst der Song halt doch neben Nostalgie auch noch einen Funken Begeisterung aus. Denn Pop-Punk ist heutzutage wieder back im Game und das liegt auch an ihrem Einfluss und Travis Barkers Rolle als Pop-Punk-Beauftragter (und Produzent und Drummer) für den Nachwuchs – egal ob der jetzt Machine Gun Kelly oder Willow Smith heißt. Da ist es nur fair, dass sie sich wieder in den Ring werfen und mit ihrer Tour den jüngeren Fans noch einmal die Chance geben, sie live zu erleben. Trotzdem halten wir lieber jene Acts im Blick, die Pop-Punk gerade jünger, cooler, diverser und spannender machen, als das Genre jemals war – zum Beispiel Meet Me @ The Alter, Pinkshift, Sløtface, Get Jealous, Esther Graf, BEVN oder Trille, der sogar einen Song hat, der „Blink 182“ heißt:

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