„Blue Sky Mentality“: Good Neighbours veröffentlichen ihr Debütalbum
Good Neighbours haben mit ihrem Song „Home“ im vergangen Jahr einen steilen Start in der Musikbranche hingelegt. Die beiden sind dabei noch gar nicht richtig eine Band, aber der virale Song schlägt ein und schon machen Oli Fox und Scott Verroll gemeinsame Sache. Mit „Good Neighbours“ folgte noch im selben Jahr die Debüt-EP. Jetzt hat das britische Duo das erstes Album „Blue Sky Mentality“ released.
Energiegeladener Indie auf „Blue Sky Mentality“
An ihrem enthusiastischen und gleichzeitig leichtfüßigen Indie-Sound haben Good Neighbours auf ihrem Debütalbum „Blue Sky Mentality“ geschraubt. Und so ist ein Album mit insgesamt 14 Songs entstanden. Das Duo fängt von vorne bis hinten Euphorie ein, ohne dabei überladen oder langweilig zu werden. Songs wie „Skipping Stones“ oder „Kids Can’t Sleep“ bleiben mit leichten Beats und entspannter Melodie vibey und entspannt. Aber bei Good Neighbours wird die Indie-Gitarre auch von elektronischen Instrumentals unterstützt, wie auf „Small Town“ und „Keep It Up“. Auch der eingängige, manchmal schon fast hallige Gesang, der beiden findet sich auf den Songs wieder. Die glitzernden Sounds und kraftvollen Vocals sorgen dafür, dass die Songs nicht nur im Ohr bleiben, sondern auch direkt ins Herz treffen. Und für alle Fans der ersten Stunde hat es auch die Debütsingle „Home“ auf das erste Album geschafft.
Zwischen tanzbaren Beats und tiefen Emotionen
Trauer, Liebe, Hoffnung oder pure Stärke bahnen sich ihren Weg durch die Songs und verleihen dem Album eine Tiefe, die man der unbeschwerten Sounds zunächst vielleicht gar nicht zutrauen würde. „So count all your blessings and jump in the sea“ – auf „Wonderful Life“ besingen die beiden Musiker die Schönheit des Lebens und schaffen eine Hymne auf den Moment, die optimistisch stimmt, ohne kitschig zu wirken. Das britische Duo pendelt zwischen Euphorie und Melancholie und fängt damit Stimmungen ein, die unmittelbar vertraut erscheinen. Und besonders der letzte Song auf dem Album, „The Buzz“, beweist dass das Duo mehr als nur catchy Hooks und tanzbare Beats kann. Mit ehrlichen Texten, erzählen Good Neighbours von Schmerz. Die beiden öffnen damit einen sehr persönlichen Blick in ihre Gefühlswelt und vermitteln dabei eine Verletzlichkeit, die unter die Haut geht.
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