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CAPO & Haftbefehl bekennen sich in „MUTTER“ schuldig

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Spätestens seit der für den Grimme-Preis nominierten Doku „Babo – Die Haftbefehl-Story“ ist öffentlich, welche zentrale Rolle der verstorbene Vater für die drei Anhan-Brüder spielte. Dass er der Familie kein stabiler Rückhalt sein konnte, musste oft durch Capos und Haftbefehls Mutter ausgeglichen werden. Genau das thematisieren die Brüder aus Offenbach nun in einem gemeinsamen Release.

Das neue Video von Timo Giammarresi ist wie ein Spielfilmtrailer inszeniert: Trostlose Wohnblocks, ein Obduktionstisch in einer Leichenhalle, eine weinende ältere Frau. Dazwischen immer wieder eine Gestalt in Handschellen. Kurz vor den Credits richten sich Cem, Aykut und Aycat in einem eingeblendeten Text direkt an ihre Mutter: „Wir dachten, das Leben wäre hart zu uns. In Wahrheit war es gnädig, weil es jemand anderen getroffen hat.“

CAPO & Haftbefehl halten in „MUTTER“ Selbstgericht

Die Brüder zeigen sich in „MUTTER“ also einsichtig gegenüber dem Leid, das sie ihr zugefügt haben. So wirkt der Track auch wie eine späte Entschuldigung für all das, was sie auf dem Rücken ihrer Mutter ausgetragen haben. Besonders deutlich wird das in der Hook: „Verzeih’ mir, ich habe den Sohn von dem Nachbarn vergiftet, Yimma, Yimma, ich geb’ dir mein Wort, dass am Freitag das letzte Gericht ist.“ Der wuchtige Beat von Produzent Yungcaine verstärkt die transportierte Schwere ihrer Schuld.

Auf dem Cover ist eine Frau nur schemenhaft angedeutet, was zu der Rolle passt, mit der ihre Mutter in den Textzeilen von Capo und Haftbefehl auftaucht. Sie zeichnen sie als tragende Kraft der Familie, die trotzdem nicht im Mittelpunkt steht. Haftbefehl bezog sich bereits in zahlreichen Titeln wie „Mama“ mit MoTrip oder „Wie die Tränen meiner Mutter“ vor rund zehn Jahren auf sie. Für den jüngeren Bruder Capo ist es der erste Track, der sich direkt an seine Mutter richtet.

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