Charli xcx und John Cale veröffentlichen neuen Song „House“ für Emerald Fennells Verfilmung von „Sturmhöhe“
Die Annahme, wir würden Charli xcx und ihre musikalische Spielweise inzwischen in- und auswendig kennen, wurde spätestens jetzt mit ihrer aktuellen Veröffentlichung endgültig widerlegt. Ja, „House“ ist auch keine „gewöhnliche“ Single – trotzdem schockt die Nummer an vielen Ecken und Enden und hat nur wenig mit Brat-Summer-Charli-xcx gemein. Und das ist auch gut so!
„Sturmhöhe“: Die Magie von Emily Brontë
„House“ ist Teil des offiziellen Soundtracks der zukünftigen Verfilmung von „Sturmhöhe“ – dem legendären Roman der britischen Schriftstellerin Emily Brontë aus dem Jahr 1847. Die Regie für die Adaption, die 2026 in die Kinos kommen soll, übernimmt Emerald Fennell, die bereits für ihre Inszenierung von „Saltburn“ oder „Promising Young Woman“ hochgelobt wurde. Und auch die Besetzung kann sich sehen lassen: Margot Robbie und Jacob Elordi werden in den Rollen der beiden Hauptfiguren Catherine Earnshaw und Heathcliff zu sehen sein.
„House“ Single: Charli xcx meets The Velvet Untergrund
Einen ersten musikalischen Einblick in die Verfilmung liefert nun „House“. Für die Single hat sich Charli xcx Unterstützung von einem ihrer größten Vorbilder, John Cale geholt. Cale ist nicht nur Gründungsmitglied der Avantgarde-Band The Velvet Underground, sondern für Charli seit Jahren schon eine besondere Inspiration. Seine These, Musik müsse „elegant und brutal“ sein, sei für die Musikerin schon immer eine Art Leitmotiv gewesen.
Auf „House“ finden die beiden Musiker:innen jetzt auf eine hörbar mystische Art und Weise zusammen – denn die Nummer folgt nicht unbedingt den „Regeln“ der Popmusik. Über einem avantgardistischen Arragement aus flächigen Synths und Streichern trägt John Cale knapp zwei Minuten lang im spoken-word Stil ein von ihm geschriebenes Gedicht über Zweifel und Perfektionismus vor, bis im letzten Drittel des Tracks alles über ihm hereinbricht: Charli xcx‘ (schmerz-)verzerrte Vocals treffen mit einer Zerstörungswucht auf eine Wand aus elektronischen Bässen, die wie düstere Lawinen die eben noch so andächtige Stimmung überrollen. Dieser krude Aufbau macht „House“ zu viel mehr als nur einem Song!
Diese gruselige Faszination, die von „House“ ausgeht, überträgt sich auch auf das künstlerische Musikvideo, in dem Charli xcx sich Wachs über ihre Beine gießt, Raben in Zeitlupe fliegen und die Dunkelheit des Waldes ihr übriges für eine okkulte Grundstimmung tun. Damit heizt „House“ am Ende also auch visuell die Spannung auf die „Sturmhöhe“-Verfilmung weiter an – denn wenn der Soundtrack schon so viel Stoff bietet, wie soll das erst im Kino werden?
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