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Chefket antwortet mit Song auf die Debatte um seine Ausladung von Böhmermanns Ausstellung

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Fast ein Jahr nach der Absage seines Auftritts bei Jan Böhmermanns Ausstellung „Die Möglichkeit der Unvernunft“ meldet sich Chefket erstmals ausführlich zu Wort: Nicht mit einem Statement, sondern mit Musik. Gemeinsam mit Chilly Gonzales veröffentlicht er „DAS MINIMUM“: 100 Bars am Stück, kein Refrain, begleitet von Chilly Gonzales am Klavier. Darin verarbeitet Chefket die Antisemitismusvorwürfe und die politische Debatte, die im Herbst 2025 um ihn entstanden war. Gleichzeitig fordert er mehr Differenzierung und Mitgefühl für jüdisches wie palästinensisches Leid. „Das sollte keine radikale Position sein“, erklärt der Rapper. „Das sollte das Minimum sein.“

Auslöser der damaligen Diskussion war ein Foto, auf dem Chefket ein Trikot mit einer Palästina-Landkarte trug. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kritisierte deshalb seinen für den 7. Oktober geplanten Auftritt bei der Ausstellung „Die Möglichkeit der Unvernunft“ von Jan Böhmermann im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Böhmermann und das HKW sagten den Konzertabend schließlich ab, woraufhin auch die weiteren gebuchten Musiker:innen Blumengarten, Wa22ermann und Domiziana aus Solidarität ihre Shows dort absagten.

Chefket selbst schwieg zunächst. Bei einem Treffen mit Chilly Gonzales in Köln, das ursprünglich nur für ein kurzes Piano-Intro gedacht war, entstand schließlich die Idee zum gemeinsamen Song. Das in Berlin und Köln gedrehte Musikvideo überträgt dessen Haltung auf die Bilder und bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion an einem Tisch zusammen. Denn auch wenn die Kontroverse den Anlass liefert, soll „DAS MINIMUM“ laut Chefket von einer größeren Frage handeln: wie gesellschaftlicher Dialog trotz verhärteter Fronten noch möglich sein kann.

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