DIFFUS

Crimson Bloom: Wie geht eigentlich „Sexyrock“?

Tagged: Crimson Bloom

Sänger David, Bassist Paul, Gitarrist Levi und Drummer Mirko von Crimson Bloom stehen seit Sommer 2023 gemeinsam auf der Bühne. Alle sind erst Anfang zwanzig, für ihre Entwicklung als Band brauchen die meisten jedoch deutlich länger. Das ist aber kein Fehler in der Zeitrechnung, sondern schlicht und ergreifend viel Liebe zur Musik gepaart mit ehrlicher Arbeit. Zum Gesang ist David zufällig gekommen: Während eines Frankreich-Ausflugs mit 14 Jahren sang er zum ersten Mal vor mehreren Personen und blieb dabei. Levi spielt seit seinem achten Lebensjahr Gitarre, Paul begann ähnlich früh mit dem Instrument, entschied sich später jedoch für den Wechsel zum Bass. Mirko sitzt seit über einem Jahrzehnt hinter dem Kit. Crimson Bloom profitieren neben seinem Können an den Drums zusätzlich davon, dass sein Vater einen eigenen Proberaum besitzt, den die Band nutzen konnte.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


Vom Proberaum auf die Main Stage

Schon früh erspielten sie sich mit diesen geballten musikalischen Kräften rund um ihre Heimatstadt Krefeld eine wachsende Fanbase. Die Jungs hatten aber schnell größere Ambitionen als lokale Bandwettbewerbe wie den „Clash of Bands“ in Moers. Deshalb haben sich die vier für die Teilnahme am europaweiten Bandcontest „Emergenza“ entschieden. Mit ihrer Bühnenpräsenz überzeugten sie Runde für Runde – vom lokalen Vorentscheid über das NRW-Finale in Köln bis hin zum Deutschlandfinale in Berlin. Schließlich setzten sie sich auch beim internationalen Finale im Rahmen des Taubertal-Festivals gegen rund 2000 Acts aus aller Welt durch und holten sich den Gesamtsieg. Damit ging der Titel erstmals seit 26 Jahren wieder an eine Band aus Deutschland und Crimson Bloom ergatterten on top einen Slot auf der Main Stage des Festivals.

Crimson Bloom: Sexyrock aus Krefeld

Aber was genau lässt die Herzen von Jurys und Bands wie LEAP, Slowkiss oder The Academic – die Crimson Bloom als Support-Acts gebucht haben – höher schlagen? Crimson Blooms besagter „Sexyrock“ lässt sich grob als Wechselspiel zwischen Alternative Rock und Indie beschreiben. Einflüsse von Måneskin, 5 Seconds of Summer oder Arctic Monkeys lassen sich zwar nicht leugnen, dabei sind aber vor allem Crimson Blooms tiefgehende Lyrics und emotionale Delivery interessant – daher wohlmöglich auch die Bruno Mars-Referenz. Zusammengehalten wird alles von Davids ausdrucksstarker Stimme, die trotz intensiver instrumenteller Untermalung blendend zur Geltung kommt.

Hier wäre eigentlich etwas eingebettet. Du hast aber Embed und Tracking deaktiviert.

Zur Optimierung unseres Angebots nutzen wir Cookies, Google Analytics und Embeds von Seiten wie YouTube, Instagram, Facebook, Spotify, Apple Music und weiteren. Mit dem Klick auf "Jetzt aktivieren" stimmst du dem zu. Mehr Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.


In einem 1LIVE-Interview outen sich Crimson Bloom als leicht chaotisch und geben zu, regelmäßig Aufgaben zu verpeilen oder bei ihren Konzerten alles Erdenkliche zu verlieren. Musikalisch ist von jener Unordnung aber nichts zu merken. In den bisherigen Releases „Instant Love“, „TOO BUSY TO LOVE“, „Flawed Relation“, „Cherry Lipstick“ und „Walk Away“ zeigt sich außerdem Herzschmerz, Sehnsucht und Begierde als wiederkehrendes Thema.

Was kommt als Nächstes?

Rückblickend beschreiben Crimson Bloom vor allem das vergangene Jahr als entscheidend: „2025 has been the most impactful year of our lives.“ schreiben sie in einer Instagram-Caption. Anhand der jüngsten Ereignisse rund um die Band darf man aber die Annahme treffen, dass 2026 noch wichtiger für sie werden könnte. Mit der Veröffentlichung ihrer ersten EP „Walk Away“ – übrigens zu Teilen in der Toskana entstanden – legten Crimson Bloom im März den Grundstein für ihre Diskografie. Auch live steht mit einem Auftritt beim c/o pop Festival in Köln der nächste große Schritt bereits bevor.

Außerdem zeigen sie in der Zusammenarbeit mit Rapper Grim104 auf dessen neuem Album „No Country For Old Grim“, dass sie die Grenzen ihres Genres gut und gerne übertreten. Auf dem Song „Hinter der Tür“ hören wir Sänger David erstmals auf deutsch. Zum Feature kam es, weil ein gemeinsamer Bekannter David als schöne Stimme für einen „todtraurigen Love-, bzw. Trennungssong“ empfiehl. Und nicht nur wir, sondern auch Grim ist überzeugt davon, dass Crimson Bloom irgendwann mal Megastars werden.

Cover neues DIFFUS Magazin

Das neue DIFFUS Print-Magazin

Titelstory: SSIO

Außerdem im Heft: Interviews mit badmómzjay, t-low, Magda, Paula Engels, fcukers, Betterov uvm. Außerdem große Reportagen über Kneipenkultur, Queer Rage und Essays!