Dani Lia fragt sich: Bin ich eine „schlechte tochter“?
Dani Lia hat uns in der Vergangenheit immer wieder mit ihren Songs überzeugt. Und über das vergangene Jahr war bei der jungen Musikerin auch einiges los. Features mit Bruckner, Miksu/ Macloud oder Yola und ihre Debüt-EP „kratzer & wunden tape“ aus 2024 ließen der jungen Österreicherin keine Pause. Anfang März 2026 können sich Fans außerdem schon auf die neue EP „baby T“ freuen. Bei all dem Trubel gehen natürlich manche Dinge unter oder fallen schwerer, wie zum Beispiel Kontakt zu halten. Besonders gegenüber den eigenen Verwandten wächst schnell ein schlechtes Gewissen.
„Manchmal bin ich eine schlechte Tochter / In letzter Zeit passiert das immer öfter / Dass ich vergesse mich bei dir zu melden“, singt Dani und dürfte damit vielen Kindern aus der Seele sprechen. Das schlechte Gewissen, das sich einschleicht, wenn man sich länger nicht bei den Eltern meldet, weil viel los ist und man einfach sein Leben lebt, ist wohl eine ziemlich universelle Erfahrung. Um uns diese zumindest ein bisschen zu erleichtern, liefert Dani Lia mit „schlechte tochter“ einen relatable Track. Ehrlich und selbstkritisch blickt Dani auf die Beziehung zu ihrer eigenen Mutter. Von verpassten Anrufen, unausgesprochenen Erwartungen und dem simplen Wunsch nach Nähe, der dann trotzdem oft leise bleibt.
„schlechte tochter“ fügt sich dabei nahtlos in Danis bisherige Songs ein. Der Mix aus ehrlichen Texten und einem reduzierten Instrumental verpackt dabei die gemischten Gefühle von „schlechte tochter“. Die Emotionen tragen sich vor allem durch Danis Gesang, der beim Hören direkt im Herz berührt. Nah und ungefiltert erzählt sie von der Erfahrung, die die meisten Menschen zwangsläufig in ihrem Leben machen. Obwohl das Thema nicht immer leicht ist, bleibt Dani trotzdem hoffnungsvoll und zeigt, dass Ehrlichkeit manchmal der einzige Weg ist, um wahre Begegnungen zu haben – selbst mit den eigenen Eltern.
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