Das Meer immer im Blick: Sam Fender kehrt mit „Wild Grey Ocean“ zurück
Mit „Hypersonic Missiles“ hat er seinen Durchbruch gefeiert, mit „Seventeen Going Under“ dann die bisherigen Erfolge nochmal getoppt. Sam Fender hält aktuell die Fahne für britischen Rock wie kein zweiter und wird dafür auch außerhalb des Inselkönigreichs gefeiert. Nun will der Exportschlager im Dezember mit einer Live-Version an sein zweites Album anknüpfen und liefert außerdem zwei völlig neue Songs. Einen davon gibt es schon jetzt zu hören: „Wild Grey Ocean“.
In den englischen Medien wird Sam Fender gerne als „Geordie Springsteen“ betitelt und in diesem Vergleich steckt durchaus ein Körnchen Wahrheit. Die Leidenschaft für überlebensgroße Rock-Musik und eine Mischung aus persönlichen Erzählungen und gesellschaftlichen Beobachtungen teilen sie sich auf jeden Fall. Wo sich die Inspiration für Bruce Springsteens Stadionrock aus Erinnerungen an die Kindheit und Jugend in New Jersey speist, ist es bei Sam Fender die nordenglische Küste. Vielleicht mehr denn je mit der neuen Single „Wild Grey Ocean“, der neben einem weiteren bisher unbekannten Song auf dem kommenden Live-Album zu „Seventeen Going Under“ zu finden sein wird.
Die Gitarren schweigen
„Wild Grey Ocean“ gehört zu den ruhigeren Stücken in Sam Fenders bisheriger Diskographie. Trotzdem schafft es der Song seine sentimentale Stimmung unmittelbar auf die Hörer:innen zu übertragen. Begleitet von einem spannungsvollen Instrumental eröffnet Sam Fender den Song mit poetischen Zeilen: „Wild grey ocean / buried in my eyes / the coast town muscles / through weekdays and nine to fives“. Auch in der mitreißenden Hooks bleibt der Sound von „Wild Grey Ocean“ zurückhaltend und überlässt das Spotlight Sams Stimme, die den Song mühelos anfüllt. Ganz puristisch bleibt es dann aber doch nicht: Das letzte Drittel des Songs wird von einem leidenschaftlichen Saxophon-Solo dominiert, ein strahlender Leuchtturm in der Tristesse der schroffen englischen Küste. Wie gut „Wild Grey Ocean“ im kompletten Albumkontext funktioniert wissen wir dann am 09. Dezember, wenn „Seventeen Going Under“ als „Live Deluxe Version“ erscheint.
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