Das Montreux Jazz Festival veröffentlicht Poster für 2025
Nur wenige Festivals haben einen so legendären Ruf wie das 1967 gegründete Montreux Jazz Festival. Seither verwandelt sich das Schweizer Städtchen Montreux einmal im Jahr in ein Paradies für Musikliebhaber:innen. So spielten dort in der Vergangenheit schon Musik-Ikonen wie Aretha Franklin, Prince oder Elton John, in jüngerer Zeit aber auch Musiker:innen wie Kendrick Lamar oder Lady Gaga.
Fester Teil dieser beeindruckenden Geschichte ist, dass seit der Gründung des Festivals ausgewählte Künstler:innen jedes Jahr die sogenannte „Carte Blanche“, also die Vollmacht bekommen, das offizielle Poster zum Festival frei nach ihren Vorstellungen zu gestalten. In über 50 Jahren taten das schon Legenden wie James Rizzi, Keith Haring & Andy Warhol oder Niki de Saint Phalle.



In diesem Jahr durfte die Londoner Künstlerin Lakwena diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen. Die Künstlerin ist bekannt für ihre Kombination von knalligen Farben und ausdrucksstarken Textbausteinen. Für die 59. Ausgabe des Festivals gestaltete sie das erste typografische Poster in der Geschichte des Festivals.
Dafür verwendete sie die Lyrics „All you see is glory“ aus dem Song „Stars“, komponiert von Janis Ian. Die Musikerin Nina Simone performte den Song 1979 in Montreux. Bei ihrer Recherche für das Poster stieß die Künstlerin auf ein Video des Auftritts von Nina Simone, das ihr im Kopf blieb. In dem Video spricht Simone eine Frau im Publikum direkt an und befiehlt ihr, sich hinzusetzen. Diese Ehrlichkeit und Authentizität von Simone, inspirierte die Künstlerin Bezug auf das Thema Berühmtheit zu nehmen. Zum einen verweist „Glory“ natürlich auf den Ruf des Festivals, aber der Begriff kann auch anders gelesen werden, wie sie selbst sagt: „Ruhm kann vergänglich, flüchtig und kurz sein, aber er ist schön.“
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.