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Das Rap-Trio PA69 entzündet den „Biertornado“

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Wer 2022 von einem „Tornado“ spricht meint nur in den seltensten Fällen einen tatsächlichen Wirbelsturm. Viel eher geht es um die kuriose Trink-Methode, die vor allem auf den Youtuber Ron Bielecki zurückgeht und bei der ein Bier nach intensiver Wirbel-Bewegung herunter gestürzt wird. Große Fans von diesem „Biertornado“ sind scheinbar auch die drei Mitglieder der Berliner Rap-Truppe PA69 – und benennen so kurzerhand ihren neuesten Song.

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Deutschrap ist tot, PA69 haben ihn umgebracht, indem sie ihm eine Bierflasche mit voller Wucht über den Schädel gezogen haben. Das maskierte Trio trifft mit seiner Musik die goldene Mitte zwischen Proll-Rap und Love Parade und läuft damit sogar bei NNDW-Surfer Edwin Rosen in der Rotation. Die drei Rapper DJ Dope, Turbogianni und Rabatto kommen mutmaßlich aus Berlin, wo ihr Party-Rap-Entwurf längst Tradition hat. Angefangen bei Berlin Crime und Die Atzen bis hin zu Finch (ehemals Asozial) und Teuterekordz, die PA69 bereits auf Tour begleitet haben. Wie besagte Kollegen und Vorbilder nehmen sich PA69 nicht allzu ernst und betiteln ihre Musik mit „Conscious Rap für Bewusstlose“.

Sonnenstich Flavour

In diese Kategorie fällt schon die Debüt-EP „Tape Nr. Zwei“ von 2020, obwohl die Beats hier noch verhältnismäßig finster ausfallen und mehr nach grimmigem Grime als nach Disco Pogo Dingelingeling klingen. Mit den beiden Singles „Sonnenstich“ und „Kingmische“ gelingen dem Trio dann auch schon zwei erste kleine Hits – vielleicht auch, weil der Sound hier noch lockerer und verspielter als bisher ausfällt, irgendwo zwischen Elektro-Sounds mit Lichtschutzfaktor 100 und Blümchen-Techno. 

Letztere Marschrichtung scheint es PA69 angetan zu haben, denn mit dem neuen Song „Biertornado“ bekennt sich das Trio einmal mehr zum 2000er-Plastik-Rave-Sound. Inhaltlich gibt es dabei das übliche herrliche Gegröhle: „Die Arbeit, die ist jetzt vorbei / Wir kloppen uns die Mollen rein / 30 Grad, die Sonne scheint / Doch es ist Tornadozeit“. Auf die Suche nach dem titelgebenden „Biertornado“ macht sich das Trio mit Geländewagen, Radar und Kamera auch im zugehörigen Musikvideo – dass die Expedition bei einer exzessiven Party endet, überrascht an dieser Stelle wohl niemanden.

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