Girl, du machst die Kasse leer: Das Newcomer-Trio Schatzi zelebriert mit „Glock“ Romantik à la Bonnie und Clyde
In den 1960ern kursierte in den USA und weltweit ein nahezu hysterischer Hype, der oft als „Beatlesmania“ betitelt wird. Einige Jahrzehnte später tönte dann aus jedem Lautsprecher „I want it that way“ von den Backstreet Boys, aber spätestens seit der Auflösung von One Direction scheint die große Zeit der Boygroups vorbei zu sein. Schatzi könnten das ändern. Dabei schreibt sich das Trio, bestehend aus den Brüder Jeremias und Yannic Koch sowie Sänger Julian Schatz, diesen Begriff gar nicht selbst auf die Flagge. Trotzdem schwingt die Assoziation in ihrem Auftreten und ihrer Ästhetik mit, mehr denn je im neuesten und dabei erst fünften Song von Schatzi: „Glock“. Der Titel ist dabei eine Hommage an die berüchtigte Schusswaffe, die von US-Polizisten, genau so aber auch von Kriminellen verwendet wird. Um letztere geht es nämlich im Song, genauer gesagt um eine Bankräuberin, für die Sänger Julian schwärmt: „Girl, du machst die Kasse leer, 33 Shots“, heißt es in der poppigen Ohrwurm-Hook. Romantik à la Bonnie und Clyde also, der lyrische Protagonist lenkt das Fluchtfahrzeug, während sie den Laden in die Luft jagt. Dieses kitschige Ur-Motiv, von Freiheit, Reichtum und grenzenloser Liebe vertonen Schatzi dabei ganz unkonventionell. Ein langsamer Trap-Beat trifft auf glitzernde Synthesizer und E-Gitarren und lässt uns ahnen: Schatzi bereiten still und heimlich die nächste große Pop-Revolution vor.
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