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Dazzle sampelt in „Stell ma vor“ John Lennon und erschafft eine moderne Version von „Imagine“

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Nachdem sich Dazzle sich in seiner letzten Single „Beten und Beißen“ mit Alligatoah über den Lebensmittelkonsum unserer Gesellschaft ausgekotzt hat, knöpft er sich in seinem neuen Song „Stell mal vor“ die deutsche Politik und Wirtschaft vor. In drei Strophen beanstandet er, was falsch läuft und betont, wie weit wir von einer friedlichen und guten Gesellschaft entfernt sind. Wenn man in der Musikgeschichte knapp 50 Jahre zurückgeht, merkt man, dass sich schon einmal jemand ganz ähnlich mit dem Thema auseinandergesetzt hat: John Lennon in „Imagine“. Eben jenen Refrain sampelt Dazzle in seiner neuen Single, der so zum Kern des Songs wird. Für das Musikvideo lässt Dazzle John Lennon sogar von den Toten auferstehen. So sitzt er mit einem täuschend echt aussehenden Lennon-Double gemeinsam vor einem Flügel und lässt ihn die Hymne singen. In den Strophen dann Kontrastprogramm. Dazzle sitzt in einem dunklen Raum, der Blick ist direkt auf die Kamera gerichtet und er feuert auf seinen schnellen Kuduro-Beat drauf los. „Keine Werbung mehr! Keine Hetze mehr! Kein Fernseher, der dir die Welt erklärt,“ sind dabei erste Schritte, die Dazzle zur Besserung der gesellschaftlichen Lage vorschlägt. Dennoch rappt er auch über die Aussichtslosigkeit der Situation. Vor allem in der letzten Strophe betont er seine Verzweiflung, indem er sich mit emotionslosen Aussagen dem System fügt und somit die Ironie auf die Spitze treibt. Ein YouTube-Kommentar fasst sehr passend zusammen: „Bin ich traurig? Bin ich wütend? Oder will ich tanzen??!?!“. Mehr davon gibt es am 29. Mai, dann erscheint Dazzles neues Album „Ja aber Nein“.

https://youtu.be/6mnrTRr38yg
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