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Denkmal der Unabhängigkeit: „Schwarzer Lotus“ von Megaloh

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Tagged: Megaloh

Fans von Megaloh konnten sich diesen Sommer nach drei Jahren ohne ein neues Studioalbum endlich wieder auf einen Release freuen. Mit seiner Single „Der Orden“ kündigte der Rapper bereits im Juli sein fünftes Album „Schwarzer Lotus“ an. Und wie er auf dem Song „Time Out“ rappt, „Independent werden ist der Major Step“, erschien die neue Platte natürlich auf seinem eigenen Label Chinoso Records. Und gerade deswegen ist „Schwarzer Lotus“ für den Rapper mehr als einfach nur ein neues Album. Das Werk symbolisiert für Megaloh Unabhängigkeit.

Sprachmalerei mit Persönlichkeit

Wie die Single „Der Orden“ aus dem Juli schon vermuten ließ, zieht sich das Motiv des Samurai-Kämpfers auf „Schwarzer Lotus“ weiter durch. Von Filmtonausschnitten aus Kung-Fu-Filmen bis kompromisslos ehrlichen Lines ist auf der neuen Platte alles dabei und bildet ein in sich kohärentes Werk. Und mit seinem geschlossenen Konzeptalbum setzt Megaloh für sich auch ein ganz bewusstes Zeichen gegen die Entwicklungen in der Musikbranche, die nur noch auf Singlecharts und Rap-Playlist-Platzierungen schaut. Denn für den Rapper aus Moabit ist klar, „der Weg des Tuns, ist der Weg des Seins“, wie er auf „Bully“ deutlich macht.

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Megaloh überzeugt uns seit jeher mit seinen cleveren Lines und dem einzigartigen Talent, sich dabei nicht zu verrennen. Auf insgesamt 14 Tracks beweist der Rapper aus Berlin sein Handwerk zwar größtenteils alleine – mit Kollege Ansu auf dem Track „Wo die Wölfe wohnen“ gibt es dann aber doch ein wenig Unterstützung bei den Rap-Parts. King Kolera komplettiert am Ende die Kampfgarde und steuert ebenso seinen Part auf „Himmel Auf“ bei.

Besonders wichtig: Megaloh zeigt, dass es ihm auf „Schwarzer Lotus“ nicht um Viralität in den sozialen Medien geht, sondern um seinen Spaß am Rappen. Die Freiheit am Reimen, die Wu Tang’sche Battle-Attitude und die Cleverness, die er in Punchlines versteckt. Auf seiner neuen Platte bleibt er jedoch nicht in einem Konzept hängen, sondern webt seine eigenen Erkenntnisse aus 44 Jahren Lebenserfahrung in eingängige Lehrsätze ein.

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Die meisten Songs auf „Schwarzer Lotus“ wurden von Oga Beats produziert. Aber auch Ghanaian Stallion, Roey Marquis II., Rhymezi und Marùkommaklar unterstützen Megaloh auf einzelnen Tracks. Die Platte bedient sich dabei insgesamt weitgehend minimalistischen Boombap-Beats, die mit abgestaubten, knisternden Sample Loops kombiniert werden. Megalohs Rap steht dabei aber immer im Zentrum – und mit dem holt er sich auf „Schwarzer Lotus“ seine musikalische Unabhängigkeit und Freiheit mehr denn je zurück.

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