Depeche Mode veröffentlichen erste neue Single „Ghosts Again“
Eine interessante Strategie, die sich Depeche Mode da für die Promo ihrer ersten offiziellen Single seit mehr als fünf Jahren einfallen lassen haben: Vor etwas mehr als einer Woche kündigte ein Countdown auf Instagram an, dass am Freitag, den 03. Februar große News folgen würden. In Fan-Sprache übersetzte bedeutet das in der Regel so viel wie „Freitag folgt ein neuer Song!“. Doch statt einer sehnlichst erwarteten neuen Single, bekamen Fans weltweit an besagtem Freitag die Info „Ghosts Again, die erste Single von Depeche Mode’s neuem Album „Memento Mori“, erscheint am 09. Februar 2023. Stellt euren Wecker auf 18 Uhr!” sowie einen neuen Countdown auf der offiziellen Website der Band. Es gab also einen Countdown zum Countdown – und das sorgte bei der Fangemeinde für gemischte Gefühle.
Doch wie es bei einem Countdown nun mal so ist: Irgendwann ist die Zeit abgelaufen – und genau dieses Ereignis haben wir mit dem gestrigen Donnerstag erreicht. Gegen frühen Abend feierte die neue Single von Depeche Mode „Ghosts Again“ ihre Premiere.
(Un)gewöhnlich?
„Ghosts Again“ war bereits im Oktober 2022 während eines geheimen Previews im Rahmen des exklusiven „Memento Mori“-Tourankündigungs-Events in Berlin zu hören – seit heute können aber auch alle Normalsterblichen sich an dem neuen Material der Band erfreuen. Und während die einen „Ghosts Again“ jetzt als lupenreine Depeche Mode-Nummer bezeichnen würden, klingt für anderen da vielleicht ein ungewohnt musikalisch-optimistischer, poppiger Unterton heraus. Dieser Vibe ist vermutlich dieser fast schon hypnotisch wirkender Gitarrenmelodie von Martin Gore geschuldet.
Das eine Single auf einem Album, das „Memento Mori“ („Sei dir der Sterblichkeit bewusst“) heißt, so „fröhlich“ und direkt eingängig klingt, hätten viele vielleicht nicht gedacht. Für Frontmann Dave Gahan liegt aber gerade hier die Balance: „Für mich fängt ‚Ghosts Again‘ das perfekte Gleichgewicht zwischen Melancholie und Freude ein.“ „Es kommt nicht allzu oft vor, dass wir einen Song aufnehmen, den ich mir nicht nur immer und immer wieder anhören kann – ich freue mich auch riesig, ihn mit der Welt teilen zu dürfen“, ergänzt Martin Gore.
Visuell untermauert wird die Nummer von einem schwarz-weißen Musikvideo, dass die beiden Bandmitglieder beim Schachspielen vor einer eindrucksvollen Skyline sowie – passend zur „Memento Mori“-Thematik – auf einem Friedhof zeigt. Und auch das Cover-Art der Single, das vom langjährigen Depeche Mode-Kollaborateur Anton Corbijn entworfen wurde, liefert erneut Hinweise auf den Tod. Die Verbindung zum Ableben von Bandmitglied Andy Fletcher im vergangenen Jahr ist dabei im Übrigen nur ein trauriger Zufall. Dave Gahan und Martin Gore betonten bereits bei der Pressekonferenz zu „Memento Mori“ in Berlin, dass die Themen des Albums sowie das Konzept bereits in der Frühphase der weltweiten Pandemie entstanden.
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