Der Bass sorgt für Stille in Seros Kopf
Schon mit den letzten Songs „Im Dunkeln“ und „Untergehen“ hat der Berliner Rapper Sero klar gemacht, dass sich sein kommender Langspieler „Regen“ von seinem bisherigen Schaffen unterscheidet. Die Texte wirken direkter, weniger sperrig, weniger verschachtelt und um einiges roher an der emotionalen Front. Mit seinem außerordentlichen Sinn für düstere Ästhetik, die sich auch im detailverliebten Soundbild, welches in enger Zusammenarbeit mit dem Exekutiv-Produzent Alexis Troy entsteht, widerspiegelt, schafft er auch in seinem neuen Song „Rage“ das Gefühl der Wut auf Tonspuren zu bannen. Wir sprechen aber nicht von der, „Heute habe ich einen schlechten Tag“-Wut, sondern eher von dem unbändigen Gefühl, die Welt in all ihrer Hässlichkeit brennen zu sehen. „Kippe glüht, fick die Welt / Baby fuel my motherfucking rage“ rappt Sero eingangs mit einer Anspannung in der Stimme. Im weiteren Verlauf der zwei Minuten und 18 Sekunden Spielzeit von „Rage“ verdeutlicht Sero außerdem, wie diese geballte Emotion in den Griff bekommt: Nämlich mit ordentlich wummernden Bass, der bei ihm scheinbar für Ruhe im Kopf sorgt. Wir sind jedenfalls sehr gespannt, in welche Abgründe und Gedankengänge uns der Ausnahme-Rapper auf „Regen“ am 27. November mitnimmt.
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