Deutschraps Mutter ist zurück: addeN liefert mit „Goldkette“ Straßenrap auf Technobeat
„Meine Musik ist weit entfernt von dem was sich ‚Frauenrap‘ nennt, und stellt schon gar nicht eine gebeutelte Seele einer Emanze dar“ schrieb Nedda aka addeN mit 20 in ihr Profil vom RBA, der Reimliga Battle Arena, wo sie sich Mitte der 00er Jahre als Mutter Deutschrap etablierte und so manchen Gangsterrapper alt aussehen ließ. Die Neuköllnerin, die sich auf myspace Bosshure nannte, nahm genau dieses Gangsterimage vieler Rapper und machte sich drüber lustig, provozierend und aggressiv, wie es sich für damalige Verhältnisse gehörte. Viele Jahre ist addeN von der Bildfläche verschwunden. Eine Zeit, in der sich Deutschrap um 180 Grad gedreht hat und viel weniger hart geworden ist. Mit neuem Sound, aber derselben Attitude wie damals, wagte addeN 2019 ihr Comeback. Auf ihrer „addeN“ EP präsentiert sie reifere Texte auf Trapbeats, teilweise auch mit Autotune. Ihre Message: Kein Mann hat zu bestimmen, wer oder was sie ist! 2020 soll addeN endgültig in der Deutschrap-Szene manifestiert werden. Im Februar lieferte sie mit „Mach Sitz“ einen krachendes Statement in Richtung HipHop-Deutschland. „Ich rap besser als ihr aller, dicker, was ist ist jetzt? In Sachen Rap bin ich das Gesetzt“ gibt sie der Konkurrenz zu verstehen. In ihrem neuesten Track „Goldkette“ mischt addeN Straßenrap mit Technobeat und sorgt für eine rasanten In-dein-Gesicht Track. Vom Gas wird addeN in den nächsten Wochen und Monaten mit Sicherheit nicht gehen.
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