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Die etwas andere Europa-Hymne: Die Orsons veröffentlichen „Oioioiropa“

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Die europäische Union wird schnell in den Himmel gelobt und mit Vorschusslorbeeren überschüttet, weil die grundliegende Idee eines friedlichen Staatenbundes eben so gut ist. In Zeiten von Klimakatastrophe und Flüchtlingkrise wird diese Utopie allerdings immer öfter von einem ganz anderen Bild überschattet: Europa als Festung, ein geheiligtes Land, das aber nicht für jeden Tür und Tor öffnet. Damit haben sich auch die Orsons beschäftigt, die im vergangenen Herbst mit ihrem Konzeptalbum „Orsons Island“ durch den deutschsprachigen Raum getourt sind. Unterwegs ist scheinbar nicht nur das kommende, nächste Album „Tourlife4life“ entstanden, sondern auch jede Menge Gedankengänge: Von Grenzen und erstarkendem Nationalismus, von Luxus und Gerechtigkeit. All das wird verarbeitet im neuen Song „Oioioiropa“, für den die Orsons passenderweise Schillers „An die Freude“, also die offizielle Europa-Hymne, gesampled haben. Hymnen-Charakter hat der neue Song mit Sicherheit auch, hinterfragt dabei aber, ob man wirklich so stolz auf dieses Europa sein kann, das weiter denn je von Schillers Utopie entfernt zu sein scheint. Die Orsons selbst sagen Folgendes zum Song: „Die Werte, auf die sich Europa gründet, scheinen immer weniger Bedeutung zu haben. Die Welt wird komplexer und die Rufe nach einfachen Antworten lauter. „Oioioiropa“ hat keine Antworten, aber ist Reflektion der eigenen Privilegien, Anklage und Ausdruck von Trauer zugleich.“

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