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Die Gewinner:innen der VIA Awards 2023

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Am 21. September wurden im Rahmen des Reeperbahn Festivals die VIA-VUT Indie Awards im Hamburger Schmidts Tivoli Theater verliehen. VUT ist der Verband Unabhängiger Musikunternehmer:innen e.V. und vertritt die Interessen unabhängiger Musikunternehmer:innen in Deutschland. Seit nunmehr elf Jahren verleiht der Verein auch die VUT Indie-Awards (VIA) – der erste und einzige Kritiker:innenpreis der unabhängigen deutschen Musikbranche. Das Besondere also: Die Preise werden nicht aufgrund kommerziellen Erfolgs verliehen, sondern durch eine ausgewählte Fach-Jury, die sowohl die Short-List als auch die Gewinner:innen vorschlägt und schlussendlich bestimmt. 

Die nominierten Künstler:innen und Projekte hatten dabei die Chance, in den sieben Kategorien „Beste:r Newcomer:in“, „Bester Act“, „Bestes Album“, „Bestes Label“, „Bestes Experiment“, „Best New Music Business“ sowie mit einem Sonderpreis geehrt zu werden.

Die Gewinner:innen

Beste:r Newcomer:in: Brutalismus 3000

Als beste:r Newcomer:in wurde in diesem Jahr das Berliner Duo Brutalismus 3000 ausgezeichnet. Die Musik von Theo Zeitner und Victoria Vassiliki Daldas lässt klare Einflüsse aus den Bereichen Techno und Gabber erkennen. Da sie persönlich diese hart, elektronische Musik inspiriert, aber auch gelangweilt hat, begannen sie, sie mit Punk-Elementen zu verbinden.

Bester Act & Bestes Album: CATT

Die Indie-Künstlerin Catt hat gleich zwei Preise abräumen können. Sie wurde sowohl als Bester Act ausgezeichnet, als auch für ihr Album „Change“ mit dem Award für das Beste Album. Das Album widmet sich, wie der Titel bereits vermuten lässt der Veränderung. Ein Thema, das Catt auch schon auf ihrer Debütplatte umtrieb. Die weichen Sounds auf „Change“ versprühen ein so warmes Ambiente, dass man diese Veränderung nur begrüßen kann.

Bestes Label: 365XX, Fun in the church

Die Kategorie Bestes Label wurde gleich zwei mal vergeben. Warum die Jury sich nicht auf ein:e Gewinner:in einigen konnte, wird verständlich, wenn man sich die beiden Labels einmal genauer anschaut. Das 365XX Label ist das erste europäische Rap-Label, das ausschließlich FLINTA*-Personen signed und Fun in the church nimmt Artists unter Vertrag, die nach eigener Angabe folgende Musik machen: „Outernational Music For Interplanetary People“.

Bestes Experiment: Sensible Art – Sprich mit mir

Als Bestes Experiment wurde das inklusive Musikvideo „Sprich mit mir“ vom Verein Sensible Art ausgezeichnet. In dem Projekt wurde Menschen mit Behinderungen eine Plattform gegeben. Mithilfe von Sprachcomputern haben sie Rap-Parts aufnehmen können, die sie im dazugehörigen Musikvideo performen.

Best New Music Business: Cyanite

Cyanite ist eine AI-Firma, die durch KI-basiertes Taggen eine Suchplattform für Musik bietet. Gegründet wurde die Firma von einem Team in der Pop-Akademie Baden-Würrtemberg und wurde durch Menschen aus dem Lehrstuhl „Music Information Retrieval“ der Technischen Universität Berlin erweitert, die das Data-Science Team bilden.

VIA Sonderpreis: Friedel Muders

Der Sonderpreis wird jedes Jahr an Unternehmen verliehen, die in der sich ständig wandelnden Musikindustrie Innovationgeist beweisen. Dieses Jahr ging der Preis an Friedel Muders, der schon für zahlreiche Künstler:innen Artworks gestaltet hat und das Label Fuego betreibt.

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