Die Highlights vom „NEUSTART Danish Showcase“ in Berlin
Man hatte sie tatsächlich derbe vermisst: Diese Veranstaltungen, die zum Tagesgeschäft von uns Musikjournalist:innen gehören. Man möchte sie nicht Networking-Events nennen, obwohl sie das schon auch sind. Aber „Networking“ klingt so nach harter, unangenehmer Arbeit. Und einen ganzen Tag mit gutem Essen und guten Frinks in einem gechillten Innenhof zu stehen, um am Abend sieben tolle Konzerte zu sehen – das wollen wir nun wirklich nicht zu laut als Arbeit deklarieren.
Geladen hatte am Mittwoch das dänische Musikexportbüro MXD, die Botschaft, Snyk, Tempi, Rosa und JazzDanmark, die als Gastgeber:innen zahlreiche Musikjournalist:innen, Branchenmenschen und Fans im Badehaus Berlin versammelte, um ein wenig zu zeigen, was in der dänischen Musikwelt gerade so geht. Auf dem Line-up standen Goss, Lydmor, Saveus, Dopha, Mekdes, AySay und D/Troit. Waren irgendwie alle gut – aber diese vier sind besonders herausgestochen.
Dopha
Dass wir Dopha (die man auf dem Foto über dem Artikel sieht) sehr mögen, ist ja kein Geheimnis. Wir trafen sie schon beim letztjährigen SPOT Festival für ein Interview und luden sie kurz darauf für eine Session beim Reeperbahn Festival ein. Ihr mal folkiger, mal pop-punkiger Gitarrensound und vor allem ihre Bühnenpräsenz funktionieren einfach immer.
Goss

Den Produzenten Goss aus Kopenhagen hat man vielleicht schon seit seiner Debüt-EP „Healthcare“ auf dem Zettel. Er steht für diesen tanzbaren, aber emotionalen Pop, den die Dänen besonders gut hinbekommen.
Lydmor
Und wo wir gerade bei elektronischer Popmusik sind, sollten wir uns auch Lydmor widmen, deren Stimme einem regelrecht unter die Haut kriecht. Im letzten Jahr erschien ihr drittes Soloalbum „Capacity“, das zwar auf 80s-Vibes surft, aber dabei klingt, als hätte es noch einen Abstecher in die nahe Zukunft gemacht.
Saveus
Die große Geste im Bandnamen kommt nicht von ungefähr: Der Sänger Martin Hoberg Hedegaard, der sich Saveus nennt, hat einfach dermaßen Drama in der Stimme, das alles andere verschenkt wäre. Mit dieser Stimme hat er übrigens schon im Alter von 15 Jahren die TV-Show „X-Factor“ in Dänemark gewonnen und gleich eine Nummer 1 gelandet. Seit er als Saveus firmiert, klingt seine Musik aber kaum noch nach Radio, sondern strebt eher einem Woodkid nach.
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