Die Indie-Supergroup Boygenius kommt für zwei Shows nach Deutschland
Was geschieht, wenn drei der wichtigsten Frauen der Indie-Musik der letzten zehn Jahre ihre Kräfte vereinen? Eine Supergroup, die sich gewaschen hat! Aber Boygenius, bestehend aus Phoebe Bridgers, Julien Baker und Lucy Dacus funktioniert nicht nur, weil die drei ähnliche Musik machen und schon jeweils allein große Fankreise mit sich bringen. Nein, der Kern des Projekts ist die Freundschaft, die die drei verbindet und die Magie in ihrer Musik ausmacht.
Feministische Supergroup
2018 erschienen die drei Musikerinnen erstmals gemeinsam auf der Bildfläche, die sie zuvor nur als Soloartists bespielten. Da sie gegenseitig schon Support auf Tourneen der jeweils anderen gespielt hatten, entschlossen sie sich, ihre Indie-Folk-Rock-Songs auch als Trio zu schreiben. Das Unterfangen einer All-Female-Supergroup hat aber auch einen feministischen Hintergrund: Denn der Begriff „boy genius“ bezeichnet die Idee, dass Männer tendenziell, schon von Geburt an, eher als Genies gesehen werden als Frauen. Diese übermütige Attitüde wollten sie ein wenig nachempfinden und die Band als einen Zusammenschluss an Frauen sehen, die sich gegenseitig unterstützen.
Seit der ersten, selbstbetitelten EP war lange Ruhe um das gemeinsame Projekt, bis Julien Baker einen neuen Google Drive-Ordner mit dem Namen „dare I say it“ erstellte – und endlich die Arbeit am ersten Boygenius-Album begann. Vier Singles sind mittlerweile schon erschienen und es wird fleißig auf den 31. März hingefiebert, an dem „The Record“ erscheint. Für das Album geht die Band im Sommer auf Tour und kommt dabei auch für zwei Shows nach Deutschland.
Boygenius – Live 2023 – präsentiert von DIFFUS:
15.08.23 Berlin, Verti Music Hall
16.08.23 Köln, Palladium
Das neue DIFFUS Print-Magazin
Titelstory: Ikkimel
Auch im Heft: Noah Kahan, Baran Kok, Josi, Robyn, Philine Sonny und Apsilon.
Dazu große Reportagen über die Vaporwave-Szene in Deutschland, die extreme Metal-Szene in Subsahara-Afrika oder das Rap-Projekt „HaftBars“ in einer Berliner Jugendstrafanstalt.