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Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen sind gerne „Alleine auf Partys“

Posted in: News

Irgendwie passend, dass ich heute die News über Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen schreiben darf. Immerhin habe ich einer Songzeile von deren Sänger und Texter Carsten Friedrichs meinen ersten Job im Musikjournalismus zu verdanken. Als ich damals unbedingt für ein neues, alternatives Stadtmagazin in Hannover über Musik schreiben wollte (so was aber noch nie gemacht hatte), zitierte ich in meiner Bewergungs-Mail den Superpunk-Hit „Ich kann nicht Nein sagen“. Darin heißt es: „Bin für Scheiße zu haben / Ich kann niemals nein sagen / Ich bin billig und bin willig“. Eine Einstellung, die in jedem Job gerne gesehen wird – mir aber tatsächlich meinen ersten Redaktionsposten einbrachte, weil das Team dem Superpunk-Humor nicht abgeneigt war.

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Carsten Friedrichs: „Das Album ist perfekt für alle!“

Trotzdem soll es ja hier um Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen gehen. Diese Band, die aus Superpunk hervorgegangen ist, hat in den zehn Jahren ihres Bestehens eine ganz eigene Klangfarbe erschaffen, obwohl es große personelle Überschneidungen gibt und Carsten Friedrichs‘ Punchlines und seine sehr eigene Stimme noch immer den Sound prägen. Carsten sagt zum Jubiläum und ihrem Best-of, das wieder bei Tapete Records erscheint: „10 Jahre – im Pop eine Unendlichkeit. Eigentlich nichts, womit man groß angeben sollte. Man wirkt ja dann immer leicht dinosaurierhaft, aber eine Feier, um nicht zu sagen eine Party auslassen, das geht uns gegen die Natur. Hier also zum feierlichen Anlass: ‚Alleine auf Partys (18 gewöhnliche ‚Hits‘)‘. Von der ersten DLDGG-Single ‚Die Gentlemen Spieler‘ über Kracher wie #Kennst Du Werner Enke?‘ und ‚Arbeit ist ein Sechsbuchstabenwort‘ bist zu aktuellen Preziosen wie ‚Männer mit schönen Haaren‘. Perfekt für Einsteiger und für die, die schon alles haben, aber nie genug bekommen. Ergo, perfekt für alle!“

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Carsten Friedrichs: „Danke für dieses wichtige Album!“

Das mit der charmanten Eigenwerbung konnte Carsten Friedrichs schon immer – sei es in Promoschreiben zu den Veröffentlichungen oder auch auf der Bühne bei ihren Konzerten, die für viele ein fester Termin im Jahreskalender sind. Wer in Berlin lebt und deepe, lustige, weise, den Hüftschwung voranbringende Lieder mag, der geht zum Beispiel traditionell zum Jahres-End-Konzert von DLDGG. Die Band hat die Songs der Best-of übrigens nicht nur Hand verlesen und abgeschmeckt, sondern auch neu abgemischt. Ein Prozess, den Carsten so beschreibt: „Beim abermaligen Hören dieser Platte denke ich: Was für eine gute Band wir doch sind. Ich wünschte, es würde noch mehr Bands von unserer Sorte geben. Des weiteren wünsche ich viel Spaß mit dieser Platte, hoffe, dass euch ‚Alleine auf Partys‘ genauso gut gefällt wie mir und rufe allen Beteiligten zu: ‚Danke für dieses wichtige Album!‘“.

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Carsten Friedrichs: „Das ist schon deep finde ich.

Bleibt am Ende nur noch eine Frage: Warum heißt denn dieses Album „Alleine auf Partys“ wenn man sich doch unter DLDGG-Enthusiasten eigentlich immer wohlfühlt? Carsten Friedrichs klärt auf: „‚Alleine auf Partys‘ – Je mehr ich drüber nachdenke, je besser finde ich den Titel für unsere Compilation. Die anderen Titel im Topf waren auch nicht schlecht, etwa ‚Die Welt will nicht zuhören‘, ‚Singles gehen ständig‘ oder ‚DLDGG is Hot! Hot! Hot!‘. Aber ‚Partys‘ zeigt schon, wo die Reise musikalisch hingeht, ‚alleine‘ weist auf unseren Status als Sonderlinge, als Outsider hin. Das ist cool. Also, macht nicht unbedingt immer Spaß Außenseiter oder Sonderling zu sein, aber cool ist es doch und eigentlich macht es auch Spaß. Könnten ein paar mehr Leute unsere Platten kaufen oder zu den Konzerten kommen, aber was soll‘s. Manche mögen denken, die singen über Esel, Matratzenmärkte und Ferien: das sind Idioten! Aber wir singen ja über Esel, die gerne Bier trinken, Ferien, die ewig sind und über Matratzenmärkte, die einfach abgerissen wurden und das ist schon deep finde ich.“ Finden wir auch. In diesem Sinne: Alles gute zum 10., liebe Gentlemen! Wir hoffen, ihr macht noch die 20 voll und kommt gut durch die Band-Pubertät!

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen auf Tour:

01.07. Hamburg St. Pauli Theater / Schauspielhaus tba
02.07. Berlin – Lido
09.09. Essen – Grend
10.09. Aachen – Raststätte
15.09. Erfurt – KunstQuartier Schauspielhaus
16.09. Köln – Gebäude 9
17.09. Mainz – Schon Schön
29.09. Weinheim – Café Central
30.09. Nürnberg – Club Stereo
01.10. München – Milla

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